Sitzung des Ortschaftsrats Reutin am 12.11.2014

1.   Bürgerfragestunde
keine Fragen

2.   Bausachen
Ein Baugesuch wird für das Grundstück Schlachthausweg 3/ Reutin eingereicht.  Hierbei handelt es sich um die Errichtung einer Doppelgarage.
Beschluss: Der Ortschaftsrat beschließt dieses Bauvorhaben einstimmig.

3.   Windenergie auf der Gemarkung Reutin
Nachdem der Ortschaftsrat im März 2013 folgenden Beschluss zum Thema „Flächen für Windenergiegewinnung auf der Gemarkung Reutin“ traf: „Der Ortschaftsrat beschließt einstimmig, das Waldstück um die Schillerlinde herum als mögliche Fläche vorzuschlagen. Als Gründe sprechen dafür, dass dieses Gebiet außerhalb der Wohnbebauung liegt, bereits heute eine Infrastruktur (Zufahrtsweg und Stromanschluss) vorweist und von einer guten Windhöffigkeit auszugehen ist.“, hat Herr Jürgen Bortloff aus Römlinsdorf inzwischen großes Interesse bekundet und entsprechende Vorgespräche geführt. Der Ortschaftsrat hat in seiner September-Sitzung 2014 erstmals nichtöffentlich Kenntnis erhalten; die Bürgerinnen und Bürger im Oktober 2014 bei einer Bürgerinformationsveranstaltung. Als Standort kommt eine Fläche aus dem Staatswald in Frage, die auf zwischen 700 und 713 Höhenmetern liegt und mit Wegen sehr gut erschlossen ist. Die Windräder sind vergleichbar dem in Römlinsdorf und betragen in ihrer Gesamthöhe zwischen 150m und 180m. Tenor der Bürgerinformationsveranstaltung war durchweg positiv zustimmend.
Unabhängig von Investor und aktuellem Projekt trifft der Ortschaftsrat in dieser Sitzung einen grundlegenden und generellen Beschluss, auch in logischer Konsequenz zum Beschluss vom März 2013.
Beschluss: Der Ortschaftsrat befürwortet einstimmig die Planung und Realisierung von Windenergieanlagen auf der Gemarkung Reutin.

4.  Friedhof
Anlegen von Gräbern / Beseitigen von Bäumen
Bei der jährlich stattfinden Friedhofsbegehung im Mai 2014, sind seitens der Verwaltung zwei Anregungen eingebracht worden, die der Ortschaftsrat beraten und beschließen möge.
1.)    Drei weitere doppelbreite Gräber (001/ 008/ 013) sollen im Grabfeld F angelegt werden. Hierfür ist es jedoch dringend und zwingend notwendig, Baumstümpfe und Wurzeln derjenigen Bäume komplett zu entfernen, die im Winter 2009/ 2010 an der Hecke auf der linken Seite des Friedhofs gefällt wurden.
2.)    Im Grabfeld D besteht die Möglichkeit, mit wenig Aufwand aus den bisher vorgesehenen Einzelgräbern, bzw. doppeltiefen Gräbern (001-006), weitere Urnengräber auszuweisen. In diesem Grabfeld gibt es bereits Urnengräber und die Nachfrage nach Urnengräbern ist weiterhin deutlich zu verzeichnen.
Beschluss: Der Ortschaftsrat stimmt beiden Vorschlägen einstimmig zu.
3.)    Das Beseitigen von zwei weiteren Bäumen, die zu nah an der Leichenhalle stehen und die daraus resultierende Frage nach einer gärtnerischen Neugestaltung des Friedhofs werden bei einem Vororttermin am 29. November 2014 auf dem Friedhof eingehend thematisiert und daher vertagt.
4.)    Aus der Bevölkerung ist der Hinweis an den Ortschaftsrat heran getragen worden, dass es bei einer Beerdigung zu wenig Sitzgelegenheiten für die älteren Trauergäste gibt. Nun stellt sich die Frage, ob es möglich ist, generell zusätzliche Bänke aufzustellen, oder nur bei Bedarf. Dies setzt jedoch voraus, dass die Bänke in räumlicher Nähe gelagert werden müssten und geklärt sein muss, wer für den Auf- und Abbau zuständig ist. Der Ortschaftsrat wird auch diesen Punkt beim Vororttermin thematisieren und mit dem Stadtbauamt/ Bauhof klären.

5.  Verkehrssituation „Oberer Flecken“ und
     Landhausstraße/ Im Langäcker

Das Gremium der örtlichen Verkehrsschau hat am 24. September 2014 die beiden oben genannten Themen diskutiert und bewertet. Nachfolgend Zitate im Wortlaut aus dem Protokoll:
Reutin:
12. Antrag auf Erweiterung der 30km/h Zone im Bereich Zankwaldweg/ Ortsstraße – Antrag Herr Armbruster
Die Besichtigung vor Ort zeigt, dass eigentlich nur das Zeichen „50“ in der Verlängerung des Zankwaldweges abgebaut werden müsste, um so eine Weiterführung der 30 km/h aufrecht zu erhalten. Was die Erweiterung für den Herdweg/ Ortsstraße angeht, beschließt das Gremium, über den Antrag in der nächsten Ortschaftsratssitzung beraten zu lassen und sollte eine positive Entscheidung gefällt werden, dem Antrag auf Erweiterung der 30 km/h Zone für den Bereich „Ortsstraße/ Zankwaldweg/ Herdweg/ Ortsstraße“ stattzugeben.
Beschluss: Der Ortschaftsrat beschließt einstimmig die Erweiterung der 30 km/h Zone für den Bereich „Ortsstraße/ Zankwaldweg/ Herdweg/ Ortsstraße“. In diesem Zusammenhang wird der Antrag gestellt, dass in der nächsten Verkehrsschau das am Ende des Zankwaldwegs stehende Schild „Anlieger frei“ thematisiert werden soll, da sich die Frage stellt, ob es nicht an anderer Stelle sinnvoller angebracht ist (z.B. Zankwaldweg/ Abzweigung Herdweg oder Zankwaldweg/ Abzweigung auf der Hub).    
12.a Überprüfung der vorhandenen Beschilderung im Bezug auf die Zone 30 im Bereich Lange Straße/ Einmündung Kohlhalde – Antrag Frau OV Joos
Bei der Besichtigung dieses Zonenbereiches wurde vom Gremium festgestellt, dass an verschiedenen Einmündungen in die vorhandene Zone 30 Schilder fehlen; es wird beschlossen, die fehlenden Verkehrszeichen aufzustellen.
Der Ortschaftsrat nimmt dies zustimmend zur Kenntnis. Zusätzlich wird angeregt, mit den Anwohnern des Neubaugebiets „Im Langäcker/ Hügelweg/ Waldstraße“ darüber nachzudenken, ob es sinnvoll und wünschenswert wäre, das komplette Neubaugebiet in eine Spielstraße umzuwandeln.  

6.  Volkstrauertag 2014
Aus aktuellem Anlasse, dem Gedenken an den Ausbruch des Ersten Weltkrieges vor hundert Jahren, wird es in diesem Jahr am Volkstrauertag eine gemeinsame Gedenkveranstaltung für die Gesamtstadt geben. Diese findet am Sonntag, den 16. November 2014, im Anschluss an den Gottesdienst in der Klosterkirche (etwa gegen 10.45 Uhr) im Eingangsbereich vor der Klosterkirche, statt. Jedes Ehrenmal auf den städtischen Friedhöfen wird trotzdem mit einem Kranzgebinde bedacht.  

7.  Bekanntgaben
1.)    Bei ihrem Antrittsbesuch im Oktober 2014 hat die Delegation der französischen Partnerstadt Neuville sur Saone auch jeden Ortsteil Alpirsbachs besucht. Die Bürgermeisterin, Frau Valerie Glatard, zeigte großes Interesse an den „Eigen- und Feinheiten“ der einzelnen Stadtteile und brachte unter anderen zum Ausdruck, wie schön diese, sowohl die Wohn- als auch die Industriegebiete, in die Landschaft integriert seien.
2.)    Seit August 2014 gibt es die Homepage www.baugrundstücke-alpirsbach.de. Sie präsentiert unter anderem die zu vermarktenden städtischen Bauplätze in Peterzell und Reutin. Herr Mathias Frasch, bis Juni 2014 Gemeinderat der Stadt Alpirsbach, hat diese Seite dankenswerterweise ehrenamtlich aufgebaut und betreut sie weiterhin. Zwischenzeitlich ist die Seite mit der offiziellen Homepage der Stadt Alpirsbach www.stadt-alpirsbach.de verlinkt.