Sitzung des Gemeinderats am 14. Mai 2013

1. Bürgerfragestunde
1.1
Stadtrat Seeger stellt den Antrag, dass die Bürgerfragestunde künftig maximal 30 Minuten in Anspruch nehmen soll und lediglich für Fragen, nicht für Statements dienen soll. Er äußert den Wunsch, dass im Gemeinderat öffentlich darüber beraten werden soll, wie die Bürgerfragestunde in Zukunft gestaltet wird. Dies wird fraktions-übergreifend begrüßt.
Bürgermeister Ullrich sichert eine öffentliche Erörterung zu und teilt mit, dass die künftigen Regelungen öffentlich bekannt gemacht werden sollen.
1.2 Herr Gutmann fragt an, ob die Verwaltung plant, die Grundschule in Alpirsbach künftig als Rathaus umzunutzen und die Grundschule auf den Sulzberg zu verlegen.
Bürgermeister Ullrich teilt mit, dass keine konkreten Pläne diesbezüglich vorliegen.
1.3 Herr Gutmann erkundigt sich nach dem Containerplatz Alpirsbach, auf dem aktuell eine Menge Altpapier und Glas wild abgelagert wurde.
Bürgermeister Ullrich teilt mit, dass ein Entsorgungsfahrzeug ausgefallen ist und die Leerung der Container bereits beantragt wurde.
1.4 Herr Lehmann informiert das Gremium darüber, dass die Fotovoltaikanlage der Bürgerenergie Alpirsbach in Peterzell wie geplant Ende April 2013 ans Netz gehen konnte und bedankt sich für die zügige Abwicklung des Verfahrens.
1.5 Bürgermeister Ullrich teilt mit, dass er Kenntnis von einem Gerücht erlangt hat, das besagt, die Grundschule in Peterzell solle geschlossen werden. Er stellt klar, dass die Zukunft der Schule abhängig von den Schülerzahlen sowie der Bereitstellung von Lehrpersonal durch das Land ist – eine Schließung aktuell jedoch nicht ansteht.

2. Jahresbericht 2012 des Jugendreferats
Frau Overdick-Horn und Herr John erläutern den Jahresbericht 2012 des Jugendreferates:
Ehrenamtliche Mitarbeiter:
Bis September 2012 Frau Dorothea Gittinger im offenen Jugendtreff (6 ½ Jahre) und Frau Ilse Freudenreich in der Kindergruppe(5 ½ Jahre).
Der Auftrag
Das Jugendreferat Alpirsbach
- Konzipiert und betreut die Offene Kinder- und Jugendarbeit
  am Ort für alle Kinder und Jugendlichen von 6 bis 18 (21)
  Jahren
- Betreibt das Jugendhaus
- Plant, organisiert und führt das Sommerferienprogramm der
  Stadt Alpirsbach durch
- Kooperiert im Sinne des Auftrags mit den zuständigen
  Stellen vor Ort und im Landkreis
- Kooperiert mit dem Bildungszentrum auf dem Sulzberg in
  Bezug auf das Projekt “Schulwegbegleitung“
Die Situation
Die kommunale Jugendarbeit, die im Laufe der letzten Jahre stark auf die Zusammenarbeit mit den örtlichen Schulen ausgerichtet war, muss sich spätestens seit Mai 2012 (Beschluss des GR vom 22.05. „Priorisierung der Tätigkeiten“) neu orientieren. In diese Phase hinein kam die Option des Hausverkaufs, so dass prinzipiell jede kurz- und mittelfristige Planung mit einem Fragezeichen zu versehen war. Vor allem die offene Jugendarbeit sollte lt. Beschluss gestärkt werden. Dass ihr jedoch mit dem Gebot, sich weitestgehend aus den Schulen zurückzuziehen, ein Großteil ihrer ureigensten Handlungsmöglichkeiten entzogen wurde, zeigte sich schnell und am offensichtlichsten in der täglichen Praxis.
Über die Schule war die Alpirsbacher Jugend für uns sicher und direkt erreichbar. Gewachsene Kontakte (bspw. aus der Grundschule) und Bezüge konnten problemlos weitergeführt und gepflegt werden. Solange diese Form der Begleitung funktionierte, waren alle angebotenen Öffnungszeiten gut besucht. Je nach Angebot fanden sich dort auch regelmäßig Besucher aus den Stadtteilen. Die Grundschüler der Höhenorte wurden durch Angebote in Peterzell einbezogen und kannten uns spätestens ab der 3.Klasse und sahen uns dann später auf dem Sulzberg wieder. Diese Möglichkeiten bestehen de facto nicht mehr und können auch nicht kompensiert werden da die personellen Kapazitäten nicht ausreichen.
Die offene Kinder- und Jugendarbeit (KJA) stand von Beginn unserer Arbeit 2002 im Mittelpunkt aller Bemühungen und war über die Verteilung der (Arbeits-) Zeiten gut darstellbar. Zeitgemäße offene KJA findet in engem Schulterschluss mit den Schulen statt und muss in Alpirsbach neu aufgebaut werden damit der Auftrag wider erfüllbar wird.
Was läuft aktuell an kommunaler Jugendarbeit in Alpirsbach?
• Die eigentliche personelle Ausstattung beträgt 80%. Hierbei ist zu berücksichtigen, dass Herr John durch seine PR-Arbeit unterschiedlich stark gefordert ist, und es zu einer Inanspruchnahme von deutlich mehr als der formellen Freistellungszeit kommt. So kann man mittlerweile von einer durchschnittlichen Ausstattung  von 65% - 70% ausgehen. Dies entspricht einem Stundenanteil von 25 bis 30 Stunden/Woche wobei hiervon 19,5 auf Frau Overdick-Horn  und 6,5 bis 11,5 auf Herrn John entfallen.
• Es wurden noch in 2012 mit den Ortschaftverwaltungen der Höhenstadtteile Kontakte aufgenommen um zu eruieren, in wie weit man dort vom städtischen Angebot der Jugendarbeit partizipieren kann. Mit dem vorläufigen Ergebnis, dass man wohl in Peterzell nach dem Umbau des Rathauses dort eine zentrale Möglichkeit für Jugendliche aus den drei Ortschaften schaffen möchte. Das Jugendreferat könnte sich aus unserer Sicht mit einem Umfang von einer Vorort-Stunde (entspricht je nach Arbeitstiefe/ Vor- und Nachbereitung einem Aufwand von insgesamt 3 bis 4Stunden) pro Monat an diesem Projekt beteiligen. Am ehesten gelingt dies wohl über die „Wintersaison“ (von Oktober bis März) da dies nicht mit den Planungszeiten für das Sommerferienprogramm kollidiert.
• In Kooperation mit dem Jugendbüro Schiltach wird ein jährlicher Tanzwettbewerb geplant und durchgeführt. In 2012 fand der erste –sehr erfolgreiche – Kinzig-Dance-Cup statt. Wir rechnen damit, dass die nächste Veranstaltung noch größer wird.
• In Kooperation mit der Sulzbergschule und der WRS in Schiltach werden einmal im Jahr neue Schulwegbegleiter ausgebildet, ein Ausflug angeboten und ein monatliches Treffen angeboten. Dieses erfolgreiche Konzept wird gemeinsam mit Busunternehmen Wolpert, der Verkehrspolizei und externen Trainern seit 2006 maßgeblich vom Jugendreferat betreut und durchgeführt. Mittlerweile haben ca. 160 Schülerinnen und Schüler daran teil genommen. Die Schule führt die Schulwegbegleitung (zu recht) in ihrem Profil und wirbt damit.
• Das traditionelle Sommerferienprogramm, das die Tourist-Information im Jahr 2000 komplett in die Verantwortung  des Jugendreferats übergab erlebt in diesem August mit seiner voraussichtlich größten Angebotspalette einen neuen Höhepunkt. Das mit der Gemeinde Schenkenzell gemeinsam durchgeführte Programm erlebt im Schnitt pro Saison ca.1000 Anmeldungen und erfreut sich ungebrochener Beliebtheit bei Kindern zwischen 6 und 14 Jahren. Bei der Durchführung des JugendhausPlus® Programms haben Eltern in den ersten zwei Ferienwochen die Möglichkeit,  ihre Kinder täglich über 6 Stunden hinweg, verlässlich betreut zu wissen. Die max. Platzvergabe ist normalerweise am ersten Anmeldetag schon vergriffen. Es beteiligen sich unter anderem viele örtliche Vereine und Organisationen, Betriebe und Handwerker mit eigenen Aktionen am SFP. Insgesamt ein Veranstaltungs-Highlight über gute sechs Wochen hinweg das unter unserer inhaltlichen und konzeptionellen Fachaufsicht geplant und durchgeführt wird und in enger Verbindung mit der offenen KJA steht.
• Die Kindergruppe Marienkäfer (ergänzend siehe Jahresberichte 2010/2011) findet unter Leitung von Frau Overdick-Horn jeden Mittwochnachmittag statt. Über dieses sehr gut besuchte und früh angelegte Angebot, bauen wir belastbare Bezüge auf beiden Seiten auf.
Die Entwicklung 2012
Die kommunale Jugendarbeit ist bis zum Ende des Jahres 2012 in Alpirsbach praktisch zu erliegen gekommen. Die angebotenen Öffnungszeiten in Jugendhaus wurden seit dem Sommer in immer kleinerem Maße in Anspruch genommen. Das ging bis dahin, dass niemand mehr kam. Schon ab Frühsommer (als bekannt wurde, dass das alte Krankenhaus veräußert werden sollte) zeichnete sich ab, dass auch der –bis dahin gut besuchte- Mittwochabend ins Stocken geriet.
Im Laufe der weiteren Wochen und Monate setzte sich dieser Trend fort und führte dann dazu, dass Frau Gittinger keinen Sinn mehr darin sah, weiterhin zu öffnen. Sie verabschiedete sich bis auf Weiteres aus ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit. Sie würde weitermachen, wenn man sie wieder bräuchte…
Mit der Öffnungszeit am Freitagabend entwickelte es sich ähnlich. Zwar kamen bis Mitte November immer wieder noch einige Besucher, die jedoch ab dem Zeitpunkt ebenfalls wegblieben, als wir begannen, den Umzug in die Hauptstraße 51 vorzubereiten.
Von nun an versuchten wir Kinder und Jugendliche dahingehend zu motivieren, uns beim Renovieren und Einrichten des „neuen“ Jugendtreffs zu unterstützen. Die anfängliche Bereitschaft hierzu war sehr groß und wir hatten schnell das Gefühl, die neue Adresse wäre für viele Beteiligte, Nutzer und Betroffene ein positiver Ansatz.
Bis zum Ende des Jahres waren wir damit beschäftigt, den Umzug vorzubereiten und uns auf den neuen Ort einzustellen.
Die Klientel in 2012
Die Besucher des Jugendhauses haben sich innerhalb des letzten Jahres aus völlig unterschiedlichen Gruppen zusammengesetzt, wobei zeitweise der Anteil von Jugendlichen – die nicht aus Alpirsbach stammen – deutlich größer war als der, der Einheimischen.
Aus verschiedenen Gründen machten sich junge Menschen aus den Gemeinden der Region, auf nach Alpirsbach. Vor allem aus Ortschaften, die über das Schienennetz miteinander verbunden sind, trafen sich Jugendliche überwiegend am Freitagabend am Bahnhof in Alpirsbach. Zeitweise gingen sie dann noch ins Juz verbrachten aber den größten Teil des Abends im Freien (Nähe Bahnhof)
Zu diesen Jugendlichen hatten wir in aller Regel zu keiner Zeit Kontakte oder sonst einen Bezug.
Dieses „Phänomen“ ließ sich von Beginn des Jahres bis in den Herbst hinein beobachten und war dann praktisch nicht mehr relevant.
Die Entscheidung des Gemeinderates im Frühjahr, das Jugendreferat aus der Kooperation mit den Schulen herauszunehmen, machte die Situation zunehmend unübersichtlicher weil ein Großteil der Kontakte dadurch wegbrach und wir die Gesichter nicht mehr kannten.
Überdies sprach sich unter den Jugendlichen noch weit vor der Sommerpause herum, dass das alte Krankenhaus veräußert werden sollte. Obwohl wir sofort aktiv gegensteuern konnten, blieben die Besucher mehr und mehr aus. Der Prozess gipfelte darin, dass Frau Gittinger die Öffnungszeit am Mittwoch mangels Masse aufgab obwohl an keiner Stelle jemals davon die Rede war, dass zu diesem Zeitpunkt die Schließung drohe. Auch die Freitagabende begannen massiv einzubrechen.
Außerhalb des Jugendhauses ist die Lage für uns nur noch schwer einzuschätzen. „Alte Bekannte“ sind zwar weiterhin auch am Bahnhof anzutreffen, gehen aber zunehmend in der Menge der „unbekannten Gesichter“ unter.
Wir konnten den notwendigen Kontakt zu den 7. und 8.-Klässlern ab Sommer 2011 nicht in der adäquaten Weise herstellen und wachsen lassen. Diese Jugendlichen wären zum heutigen Zeitpunkt die belastbare Kerngruppe unserer Bemühungen – sind jedoch für uns „verloren“.
Fazit
„Es ist unsere Aufgabe, die Bedürfnisse und Belange der Jugend gegenüber der Erwachsenenwelt zu vertreten. In dieser Funktion müssen wir die Verantwortlichen darauf hinweisen, dass dies in Zukunft nur noch eingeschränkt möglich sein wird und dem Bedarf jedoch in keiner Weise Rechnung trägt. Auch sei der Vergleich mit weiteren „freiwilligen“ Leistungen der Stadt durchaus zugelassen. Die Jugendarbeit vor Ort, kann jedoch durch nichts ersetzt werden. Beziehungsarbeit und Ansprechbarkeit können nicht von „Drittanbietern“ geleistet werden.  Die Jugend hat keine ausreichende Lobby und ist (in Alpirsbach) nicht an Entscheidungsprozessen beteiligt. Die Jugend ist in ihrer Mobilität der Erwachsenenwelt deutlich unterlegen (keine Fahrzeuge und geringe Mittel).  Die Jugend ist aber unbestritten das Potential der Zukunft in das mit Augenmaß investiert werden muss. Vor allem in den Teil, der später zur Einwohnerschaft Alpirsbach und seiner Höhenstadtteile gehören soll. Das sind in der Regel die, denen die Gemeinde auch etwas bieten kann - in Handwerk, Industrie und Gewerbe.
Hier also nochmals der eindeutige Appell, die Jugend gut und ausreichend zu versorgen. Dazu gehört unbedingt und mindestens eine ganze Stelle im Jugendreferat.“
(Zitat aus dem Jahresbericht 2011)
Öffnungszeiten und Aktivitäten im Jugendhaus:
Montag:  für die U16 von 16.00 Uhr bis 18.00 Uhr
Mittwoch: für die U14 von 12.15 Uhr bis 16.30 Uhr (Nachwuchsgruppe Marienkäfer) und
für alle von 17.00 Uhr bis 21.00 Uhr
Freitag: für alle von 17.00 Uhr bis 21.00 Uhr und
für die Ü16 bis 23.00 Uhr
Ausblick
Alpirsbach ist als Ort an und für sich - und als „eher ländlich strukturierte Gemeinde“ im Speziellen, wie geschaffen für eine breit angelegte, kommunale Kinder- und Jugendarbeit die sich von den formulierten Bedürfnissen der Jugend leiten und inspirieren lassen und damit ganz direkt wirken könnte.
Als schmerzlichen Verlust erleben wir die Trennung von den Schulen die uns in vielerlei Hinsicht als Türöffner und Kontinuitätsgarant gedient hatten und damit unsere wichtigste Vernetzungsstelle waren.
Der Standard einer modernen KJA beinhaltet zwingend den Kontakt und die Kooperation mit den Schulen. Dies entspricht ist im Kern den Ergebnissen der „Rauschenbach-Studie“ und wird im „Zukunftsplan Jugend“ der Landesregierung ebenfalls gefordert.
Alpirsbach im Mai 2013
Petra Overdick-Horn und Mathias John
---
Im Gemeinderat wurde erörtert, inwieweit der beabsichtigte Verkauf des Anwesens Torgasse 1 die Jugendarbeit seit Sommer 2012 beeinträchtigt hat. Es wurden verschiedene Optionen im Fall einer Aufgabe des Anwesens Torgasse 1 für die Zwecke der Jugendarbeit angesprochen, z.B. Hauptstraße 51, Pavillon Grundschule, Räume in der Grundschule, Räume im Schulzentrum. Bürgermeister Ullrich sagte eine Prüfung der Nutzungsmöglichkeiten der jeweiligen Räume durch die Verwaltung zu.
Ein Stadtrat formulierte den Wunsch nach einer neuen Konzeption der Jugendarbeit auf der Grundlage der aktuellen Gegebenheiten.
Überlegungen zur Einbindung der Jugendlichen wurden kontrovers diskutiert. Im Ergebnis wurde deutlich, dass der Gemeinderat den Fortbestand der Jugendarbeit wünscht, die Rahmenbedingungen jedoch noch zu klären sind.
Der Jahresbericht 2012 des Jugendreferats wurde zur Kenntnis genommen.

3. Bebauungsplan "Fotovoltaik Erddeponie
    Griesbaumegert" in Alpirsbach-Peterzell
    - Abwägungsentscheidung zu den Stellungnahmen
      aus der öffentlichen Auslegung bzw. Beteiligung der
      Träger öffentlicher Belange
    - Feststellungsbeschluss 5. punktuelle
      Flächennutzungsplanfortschreibung
    - Satzungsbeschluss Bebauungsplan

Der Gemeinderat der Stadt Alpirsbach hat am 18.12.2012 beschlossen, für den Bereich „Fotovoltaik Erddeponie Griesbaumegert“ in Peterzell einen Bebauungsplan aufzustellen. Parallel wurde der Flächennutzungsplan fortgeschrieben. In der Zeit vom 18.01.2013 – 18.02.2013 erfolgte die frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit sowie die frühzeitige Beteiligung der Träger öffentlicher Belange. Vom 15. 03.2013 – 15.04.2013 erfolgte die öffentliche Auslegung; parallel dazu die Behördenbeteiligung. Das Büro Gfrörer hat die nun eingegangenen Stellungnahmen geprüft und eine Empfehlung für eine Stellungnahme vorbereitet. Sämtliche Pläne und Texte haben das Datum der Billigung vom 05.03.2013.
Änderungen wurden durch die Stellungnahmen nicht erforderlich. Der Bebauungsplan kann daher in der vorliegenden Fassung als Satzung beschlossen werden; ebenso kann die 5. punktuelle Fortschreibung des Flächennutzungsplanes beschlossen werden.
Beschluss:  
1. Über die im Rahmen der frühzeitigen Beteiligung eingegangenen Stellungnahmen wird entschieden wie in der Anlage (Vorschlag des Büros Gfrörer) aufgeführt.
2. Die 5. punktuelle Fortschreibung des Flächennutzungsplanes wird in der Fassung vom 05.03.2013 beschlossen.
3. Der Bebauungsplan „Fotovoltaik Erddeponie Griesbaumegert“, bestehend aus Plan, Text mit planungsrechtlichen und bauordnungs-rechtlichen Festsetzungen, Begründung und Umweltbericht – jeweils in der Fassung vom 05.03.2013 wird als Satzung beschlossen.

4.  Vergabe von Bauleistungen "Brandschutz Rathaus
     Alpirsbach"

Durch Auflagen aus der letzten Brandverhütungsschau im Rathaus Alpirsbach ist es notwendig innerhalb des Gebäudes verschiedene Maßnahmen zum Brandschutz durchzuführen. Darunter die Errichtung von Rauchschutzabschlüssen um das Treppenhaus als einzige Fluchtmöglichkeit im Brandfall rauchfrei zu halten, sowie der Einbau einer zur Leitstelle aufgeschalteten Brandmeldeanlage. Für diese Umbauten wurde ein Zuschussantrag im Ausgleichstock gestellt, welcher auch positiv beschieden wurde. Die Mittel des Eigenanteils wurden bereits 2012 im Haushalt zur Verfügung gestellt, und in den Haushalt 2013 übertragen. Beide Bauleistungen wurden im April 2013 beschränkt nach VOB ausgeschrieben.
Die Planung und Ausschreibung für die Brandmeldeanlage wurde mit Hilfe des Planungsbüros „Elektroberatung Südwest GmBH“ aus Heitersheim durchgeführt. Die Planung und Ausschreibung der Rauchschutzabschlüsse erfolgte im Stadtbauamt. Die Submission für beide Ausschreibungen fand am Donnerstag 25.04.2013 im Stadtbauamt statt.
Beschluss:   Der Gemeinderat beschließt einstimmig gemäß den Vergabevorschlägen. Ergänzend wurde auf Antrag von Stadtrat Rehm einstimmig beschlossen, dass die Büros darüber hinaus mit Rauchmeldern ausgestattet werden, soweit die vorhandenen Finanzmittel dies zulassen.

5. Bausachen
Der Gemeinderat hat folgendem Bauvorhaben zugestimmt:
Anbau eines Friseursalons an das bestehende Gebäude, Flst. Nr. 748/7, Aischbachstraße 106.

6. Bekanntgaben und Verschiedenes
6.1
Bürgermeister Ullrich informiert das Gremium über den Vollzug des Grundstücksverkaufs an die Firma Lodeco im Gebiet Tropfwiesle in Reutin.

6.2 Bürgermeister Ullrich informiert die Öffentlichkeit über die nichtöffentlich getroffene Entscheidung des Gemeinderats, bis Herbst 2013 keine Entscheidungen über den Verkauf von Waldgrundstücken zu treffen, sondern bis dahin die Haushaltsentwicklungen abzuwarten.

6.3 Bürgermeister Ullrich teilt mit, dass beim öffentlichen Besichtigungstermin des Anwesens Torgasse 1 in Alpirsbach vier Interessenten vor Ort waren.

6.4 Bürgermeister Ullrich gibt bekannt, dass die Haushaltssatzung 2013 genehmigt wurde und zitiert aus dem Haushaltserlass:
Die vom Gemeinderat am 08.04.2013 beschlossene Haushaltssatzung für das Haushaltsjahr 2013 wurde geprüft. Die Haushaltssatzung verstößt, sofern die nachstehenden Auflagen berücksichtigt werden, gegen keine gesetzlichen Bestimmungen des Gemeindewirtschaftsrechts; sie kann daher gem. § 81 Abs. 2 i.V.m. § 121 Abs. 2 der Gemeindeordnung vollzogen werden. Der in § 1 Nr. 2 der Haushaltssatzung festgesetzte Gesamtbetrag der Kreditaufnahmen in Höhe von 162.100 € wird nach § 87 Abs. 2 GemO unter Auflagen genehmigt.
Seitens des Landratsamtes wurde anerkennend festgestellt, dass sich die Haushaltssituation im Haushaltsjahr 2013 gegenüber den Vorjahren verbessert hat. So soll erstmals seit 2008 wieder eine positive Nettoinvestitionsrate in Höhe von 84.840 € erwirtschaftet werden. Die Verbesserung der Haushaltssituation ist im Wesentlichen auf Einsparungen beim Personal- und Sachkostenaufwand sowie den zu zahlenden Umlagen in Höhe von rund 0,55 Mio. € zurück zu führen. Allerdings bleibt festzuhalten, dass zwischen 2009 und 2013 bei der Stadt Alpirsbach ein Vermögensverzehr in Höhe von rund 3,475 Mio. € stattgefunden hat. Positiv ist auch die Tatsache zu werten, dass trotz der überaus angespannten Haushaltslage die Verschuldung von 2005 bis Ende 2013 um rund 2,0 Mio. € abgebaut werden konnte. Der Schuldenabbau wird dazu beitragen, die auch künftig angespannte Haushaltslage besser meistern zu können.
Außerdem informiert Bürgermeister Ullrich über das abschließende Gespräch mit der Rechtsaufsichtsbehörde zur Umbaumaßnahme im Rathaus Peterzell. Hier konnte erreicht werden, dass die Finanzierung der Maßnahme durch Zuschüsse aus ELR und Ausgleichsstock, Zuwendungen Dritter sowie diverse Einsparungen sicher gestellt werden konnte und das Projekt nun begonnen werden kann.

6.5 Bürgermeister Ullrich teilt mit, dass der Rückzug der Stadt aus dem Klosterinfobetrieb unter gewissen Bedingungen Beschlusslage ist. Er händigt den aktuellen Vertragsentwurf der SSG an alle Ratsmitglieder aus und kündigt an, dass sich die Stadt erst nach der Unterzeichnung des Vertrags aus dem Klosterinfobetrieb zurück zieht.

6.6 Bürgermeister Ullrich gibt bekannt, dass er nach dem Ausscheiden von Herrn Gerhard Schwenk Herrn Amtsrat Rolf Wöhrle zum innerbetrieblichen Stellvertreter des Bürgermeisters ernannt hat.