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Stadterneuerung

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Die Stadt Alpirsbach wurde bereits im Jahre 1982 in das Landessanierungsprogramm mit dem Bereich „Altstadt“ (Kinzigseite) aufgenommen und der Förderrahmen lag einschließlich der im Laufe der Jahre bewilligten Aufstockungen bei ca. 8,8 Milo Euro,

 

Die städtebauliche Zielsetzung und die damit verbundene Erneuerung ist durch eine Vielzahl von Maßnahmen weitgehend erreicht worden und die Abrechnung wurde Mitte der 90-er Jahre erstellt.

 

Aufgrund dieses positiven Ergebnisses im Altstadtbereich I zeigte sich bald auch ein großes Interesse an einer Sanierung in dem nördlich der Bahnlinie befindlichen anderen Teil des Stadtkerns (Klosterseite). In diesem Gebiet, in dem sich auch das Rathaus, das Kloster und die Klosterbrauerei befindet, wurden ebenfalls städtebauliche Missstände und strukturelle bzw. funktionelle Mängel festgestellt, die im Zuge eines zweiten Sanierungsgebiets entsprechend den Vorstellungen der Stadt Alpirsbach mit Hilfe des Landes Baden-Württemberg beseitigt werden sollten.

 

Im Jahre 1998 wurden dann die vorbereiteten Untersuchungen für das Sanierungsgebiet „Altstadt II“ durchgeführt, der Aufnahmeantrag in das Landes-Sanierungsprogramm 2000 im November 1999 gestellt und der Zuwendungsbescheid des Regierungspräsidiums Karlsruhe datierte dann vom 06.07.2001.

 

Der Bewilligungszeitraum wurde von 2001 bis 31.12.2011 festgesetzt und der bestimmte Förderrahmen belauft sich auf 4.312.955,00 DM -, was jetzt in Euro der Summe von 2.205.178,00 € entspricht.

 

 

Neuordnungskonzeption

 

Nach der Auswertung der Bestandsaufnahme liegt der Schwerpunkt der Sanierungsmaßnahme vorrangig in der Verbesserung der vorhandenen Bausubstanz (konstruktive Mängel), aber auch in der Verbesserung der Wohnungsausstattung (Sanitär, Heizung, bauphysikalische Mängel) und der Grundrissverbesserung (Wohnungsabschlüsse, Wohnungszuschnitt).

 

Ziel ist es, im Rahmen von Modernisierungs- und Instandsetzungsvereinbarungen eine Wohnraumverbesserung zu erreichen und damit den bestehenden Wohnraum zu erhalten.

 

Zusätzlich sollte bei Modernisierungen und Instandsetzungen von Gebäuden darauf geachtet werden, dass bei Abschluss von dazu notwendigen Vereinbarungen auch Aussagen über die Außengestaltung gemacht werden.

 

Neben dem Schwerpunkt „Modernisierung“ wird ein weiteres wichtiges Sanierungsziel in der  Neugestaltung und baulichen Verbesserung der im Gebiet befindlichen Straßen und Plätze gesehen und hier ist besonders der Marktplatz und Ambrosius-Blarer-Platz zu nennen. Durch gezielte gestalterische Maßnahmen soll eine bessere funktionale und optische Anbindung über die Freudenständter Straße hinaus erfolgen. Ein weiterer Schwerpunkt im Erschließungsbereich wird der Umbau und die Neugestaltung der Schillerstraße sein.

 

Im öffentlichen Bereich konnten in den vergangenen Jahren verschiedene Projekte abgeschlossen werden, so z. B. die Neugestaltung der Vorderen Krähenbadstraße, die Ordnungsmaßnahme im Zusammenhang mit dem Neubau der Gustav-Werner-Stiftung, ein Teil der Marktplatzgestaltung konnte in jüngster Zeit mit der Inbetriebnahme des neuen Brunnens abgeschlossen werden; die Ordnungsmaßnahme im Bereich Wasak mit einer kompletten Neugestaltung des dortigen Umgebungsbereichs bis hin zur Neuanlegung des Spielplatzes im Bereich des ehemaligen Tennisplatzes am Schulhausberg ist ebenfalls zu nennen.  

 

Maßnahmen, die uns in den nächsten 2 Jahren noch beschäftigen werden, sind eine größere Maßnahme im Erschließungsbereich, und zwar den Umbau und die Neugestaltung der Schillerstraße einschließlich Schulhausberg und der Schaffung weiterer zentrumsnaher Stellplätze.

 

Eine weitere Maßnahme im öffentlichen Bereich dürfte die Sanierung des Kindergartens an der Schillerstraße sein, dessen Bausubstanz den heute nach der Energieeinsparverordnung gültigen Vorgaben in keiner Weise mehr entspricht.

 

Neben den städtebaulichen Erneuerungsmaßnahmen im öffentlichen Bereich ist aber auch ein Schwerpunkt bei den privaten Erneuerungsmaßnahmen zu sehen.  

 

Der Schwerpunkt bei der Förderung der privaten Maßnahmen liegt bei der Beseitigung von Missständen durch bauliche Maßnahmen, die den Gebrauchswert von Gebäuden nachhaltiger Höhen und hier ist insbesondere bei der energetischen Erneuerung ein maßgeblicher Schwerpunkt zu sehen.

 

Beispiele von Erneuerungsmaßnahmen sind

- Einbau von Sammelheizungen,

- Erneuerung von Fenstern durch Doppel- bzw. Isolierverglasung

- Verbesserung des Wohnungsgrundrisses

- Einbau und Verbesserung für Elektroinstallationen

- Einbau und Verbesserung von Einrichtungen des Wärme- und Schallschutzes   

- Einbau und zeitgemäße Verbesserung von Sanitäranlagen

- Realisierung eines Wärmeschutzes an der Außenhülle

- Verbesserung der Dachhaut wiederum verbunden mit einer Wärmedämmung

 

Nicht gefördert werden reine Schönheitsreparaturen, Unterhaltungsarbeiten und geringfügige  Aufwendungen, die zumutbar für den Eigentümer sind; auch Luxusmodernisierungen werden nicht gefördert.

 

 

Weitere Förderungsvoraussetzungen

 

Wichtig ist zu wissen, dass Sanierungsfördermittel nur gewährt werden können, wenn vor Baubeginn eine Vereinbarung mit der Stadt Alpirsbach über die Erneuerung von Gebäuden bzw. Gebäudeteile abgeschlossen wird, in der Zuschusshöhe, Durchführungszeitraum, Leistungen ect. geregelt werden. Hierzu werden Kostenvoranschläge, gegebenenfalls eine Gesamtkostenaufstellung nach Gewerken gemäß DIN 276 benötigt.

 

Vorgabe für eine Förderung ist auch,  dass Mittel zur Förderung von Privatmaßnahmen nur dann zur Verfügung stehen, wenn diese durch den Haushalt der Gemeinde auch abgedeckt sind.

 

 

Steuerliche Abschreibungsmöglichkeiten

 

Die Erneuerungsaufwendungen, die nicht durch einen Sanierungszuschuss abgedeckt sind, können steuerlich abgeschrieben werden; wenden Sie sich hierzu direkt an Ihr Finanzamt bzw. Ihren Steuerberater.

 

 

 

 

 

 

 

Welche Auswirkungen hat die Sanierungssatzung noch ?

 

Im Geltungsbereich der Satzung über die förmliche Festlegung des Sanierungsgebiets sind bestimmt Vorhaben, wie z. B. die Veräußerung eines Grundstücks genehmigungspflichtig. Diese Genehmigungspflicht dient dem Schutz der Eigentümer innerhalb des Sanierungsgebiets und soll verhindern, dass Investitionen,  die dem Sanierungsziel zuwider laufen, nicht durchgeführt werden.

 

Der Bestellung einer Grundschuld innerhalb des Sanierungsgebiets bedarf ebenfalls einer sanierungsrechtlichen Genehmigung.

 

Sollten Sie im Bereich Sanierung weitere Fragen haben, so wenden Sie sich bitte an das

Bürgermeisteramt Alpirsbach, Marktplatz 2 in 72275 Alpirsbach, Herr Schwenk – Tel. 07444/9516-230 oder Fax 07444/9516-218, Email : gerhard.schwenk@alpirsbach.de .

Kommunalentwicklung LEG Baden-Württemberg, Regionalbüro KSG Karlsruhe, Herr Weber, Etlinger Str. 1 in 76137 Karlsruhe – Tel. 0721/3545-4231 oder Fax 0721/3546-4210,

Email : nikolaus.weber@kommunalentwicklung.de