Informationen zum Coronavirus


Erster bestätigter Corona-Fall im Landkreis Freudenstadt
Auch im Landkreis Freudenstadt ist das Corona-Virus angekommen: am Wochenende wurde eine Person positiv getestet. Das Gesundheitsamt hat für die Person, die bislang keine Krankheitsanzeichen zeigt, häusliche Isolation für die nächsten zwei Wochen angeordnet. Der wahrscheinliche Ursprung der Infektion ist auf einen Aufenthalt mit einer Busreisegruppe aus dem Landkreis Calw in der Lombardei zurückzuführen. Das Gesundheitsamt des Landkreises steht in engem Kontakt zur infizierten Person und konnte alle Kontaktpersonen ermitteln und informieren.
Personen, die bei sich eine Infektion mit dem neuartigen Coronavirus (SARS-CoV-2) vermuten, also Symptome wie Husten, Schnupfen und/oder Niesen aufweisen und sich in den zurückliegenden 14 Tagen in einem vom Robert-Koch-Institut ausgewiesenen Risikogebiet aufgehalten haben oder Kontakt zu einer am neuartigen Coronavirus erkrankten Person hatten, sollten ihren Hausarzt anrufen. Bei schwerwiegenden Symptomen ist auch außerhalb der regulären Sprechzeiten die bundesweite Rufnummer 116 117 des kassenärztlichen Notdiensts erreichbar. Im Gespräch sollten mutmaßlich infizierte Personen auf ihren Aufenthalt in einem Risikogebiet oder auf den Kontakt zu einer am neuartigen Coronavirus erkrankten Person hinweisen. Dann erfolgt die Abstimmung des weiteren Vorgehens.
Wichtig:
Von einem unangekündigten bzw. unaufgeforderten Besuch beim Hausarzt oder Erscheinen im Krankenhaus sollte abgesehen werden. Bis zur Klärung des tatsächlichen Erregers sollten die betreffenden Personen zudem Kontakte zu anderen Menschen auf das Nötigste reduzieren und zu Hause bleiben.
Viele Eigenschaften des Virus sind laut Gesundheitsamtsleiter Axel Schneider noch nicht bekannt. Die Inkubationszeit, die Zeit von der Ansteckung bis zur Erkrankung, erstreckt sich auf bis zu 14 Tage. Es handelt sich um eine Infektion der unteren Atemwege, die mit Fieber einhergehen kann. Die Verläufe sind von leicht bis schwer möglich. Die Krankheitszeichen ähneln denen einer Influenza und die klinische Unterscheidung ist nicht leicht. Für die Labordiagnostik muss ein Rachenabstrich gewonnen werden. Zu Beginn der Coronavirusinfektionen war die Diagnostik in Deutschland nur an der Charité in Berlin möglich. Mittlerweile wird die Labordiagnostik in mehreren umliegenden Laboratorien getätigt. Schneider erklärt, dass man von einem begründeten Verdacht auf Coronavirus nach der aktuellen Definition des Robert Koch Institutes nur spricht, wenn neben einer akuten Infektion der unteren Atemwege zusätzlich bis maximal 14 Tage vor Erkrankung entweder Kontakt bestand zu einer am Coronavirus erkrankten Person oder ein Aufenthalt im Risikogebiet in China oder Italien stattgefunden hat. Aus dieser Orientierungshilfe des RKI lässt sich laut Schneider entnehmen, wie unwahrscheinlich eine Erkrankung mit Coronavirus in der Region für die Bevölkerung ist.
Der Leiter des Gesundheitsamtes weist ferner darauf hin, dass die Gefahr an einer Influenza zu erkranken, derzeit weit höher sei als die Möglichkeit, sich mit dem Coronavirus zu infizieren. Bisher sind der Behörde in diesem Jahr, bis KW 10, 133 Grippe-Erkrankungen im Landkreis gemeldet worden. Das Amt rät zur Impfung gegen Influenza und zu hygienischen Vorsorgemaßnahmen wie öfteres Händewaschen. 
Hotline für ratsuchende Bürgerinnen und Bürger eingerichtet
Für alle Fragen zum Coronavirus hat das Landesgesundheitsamt im Regierungspräsidium Stuttgart eine Hotline für Rat suchende Bürgerinnen und Bürger eingerichtet. Sie erreichen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter montags bis sonntags zwischen 9 und 18 Uhr telefonisch unter 0711 904-39555.