Sehr geehrte Bürgerinnen und Bürger,
 
Am Freitagmorgen fand im Landratsamt Freudenstadt eine Krisenbesprechung zur aktuellen Lage und einem koordinierten Vorgehen der Kommunen im Landkreis statt. Hierbei einigten sich Landrat und alle Bürgermeister/in darauf keine organisierten Veranstaltungen und Zusammenkünfte bis einschließlich 19.04.2020 stattfinden zu lassen.
 
Dies Forderung gilt ebenfalls ausdrücklich für Kirchen und Vereine, beispielsweise für Gottesdienste, Proben oder Übungsstunden. So finden auch in sämtlichen Feuerwehren im Landkreis bis auf weiteres keinerlei Übungen statt. Die Feuerwehren kommen ausschließlich zu aktuellen Einsätzen zusammen und verrichten dabei selbstverständlich wie immer ihren wertvollen Dienst.
 
Die vollständige Medieninformation Nr. 044 des Landratsamts Freudenstadt: Städte und Gemeinden sowie der Landkreis ziehen gemeinsam an einem Strang bei der Bewältigung der Herausforderungen durch das Coronavirus, können am Ende dieser Mitteilung einsehen.
 
Nachdem nun auch in Baden-Württemberg die Schulen ab Dienstag, den 17.03.2020 landesweit geschlossen werden, wird die Gemeinde bis einschließlich 19.04.2020, (Ende der Osterferien) auch die gemeindlichen Kindertagesstätten schließen.
 
Am Montag wird in den Schulen und in den gemeindlichen Kindertagesstätten über eine Notfallbetreuung von Kindern, deren Eltern systemrelevanten Berufen (gemäß der Auslegung des Ministeriums für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg) nachgehen, informiert. Wir werden uns daraufhin umgehend abstimmen und anschließend darüber informieren wie mit der verlässlichen Grundschule und der Kleinkindbetreuung verfahren wird.
 
Des Weiteren hat die Stadtverwaltung auf Empfehlung des Landratsamtes eine Allgemeinverfügung zum Betretungsverbot für Alten- und Pflegeheime erlassen. Diese regelt, dass alle Alten- und Pflegeheime im Stadtgebiet von externen Besuchern bis auf weiteres nicht mehr betreten werden dürfen; mit Ausnahme von nur einzelnen, dringend begründeten Sonderfällen.
 
Damit treffen wir Vorsorge, das Virus in seiner Verbreitung zu verlangsamen und appellieren an die bürgerliche Vernunft, ohne Panik zu verbreiten, den Kontakt mit anderen Menschen und die sozialen Kontakte auf das Mindestmaß zu beschränken.
 
Aus diesem Grund sind alle gemeindlichen Veranstaltungen bis auf weiteres abgesagt. Und die städtischen Hallen und städtischen Veranstaltungsräume sind ebenfalls geschlossen, auch für Breiten- und Vereinssport.
 
Ich bitte Sie daher um Besonnenheit und Reduzierung von Veranstaltungen und sozialen Kontakt auf das Notwendigste zu beschränken. Sollten trotz meinem Appell an die Vernunft und der aktuellen Lage Zusammenkünfte und Veranstaltungen stattfinden, werden womöglich diese aufgrund ortspolizeilicher Befugnisse zur Gefahrenabwehr untersagt.
 
Die Dienststellen der Stadt Alpirsbach sowie die Ortschaftsverwaltungen sind geschlossen.  Die Bevölkerung wird jedoch aufgefordert, persönliche Besuche auf ein Mindestmaß zu beschränken und Angelegenheiten soweit möglich telefonisch zu erledigen. Sollten Sie sich in den vorangegangenen 14 Tagen in einem vom Robert-Koch-Institut bis dahin ausgewiesenen Risikogebiet aufgehalten haben oder Kontakt zu einer bestätigt an COVID-19 erkrankten Person hatten, bitten wir Sie – unabhängig davon, ob Sie Symptome aufweisen oder nicht – städtische Einrichtungen nicht zu betreten und den Empfehlungen der Gesundheitsämter zu folgen.
 
Mit der Bitte um Beachtung und Verständnis!
 
Michael E. Pfaff
Bürgermeister
Medieninformation
Nr. 044 vom 13. März 2020
 
Städte und Gemeinden sowie der Landkreis ziehen gemeinsam an einem Strang bei der Bewältigung der Herausforderungen durch das Coronavirus
 
Am heutigen Freitagvormittag trafen sich die Oberbürgermeister sowie die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister der Städte und Gemeinden des Landkreises Freudenstadt mit Landrat Dr. Klaus Michael Rückert und seinem Stab auf dessen Einladung zur Vereinbarung des weiteren gemeinsamen Vorgehens. Bürgermeister und Landrat sind der Bundeskanzlerin dankbar, dass sie gestern Abend besonnen und klar die Richtung für die bundesweite Reaktion auf die Corona-Pandemie vorgegeben hat. Sie schließen sich geschlossen dem Apell der Kanzlerin an, Ruhe zu bewahren und in gegenseitiger Solidarität, sofern irgend möglich, auf Veranstaltungen und Zusammenkünfte zu verzichten sowie Sozialkontakte auf das unabdingbare Minimum zu reduzieren. Zwar sind im Landkreis Freudenstadt mit bisher zwei bekannten Fällen noch verhältnismäßig wenige Personen positiv getestet worden, aber gerade deshalb muss jetzt alles Mögliche getan werden, um die Verbreitung des Erregers so lange wie möglich hinauszuzögern und so gut als möglich einzudämmen.
 
Daher fordern Landrat, Oberbürgermeister und alle Bürgermeisterinnen und Bürgermeister die Bevölkerung im Landkreis auf, wenn irgend möglich, keine organisierten Veranstaltungen und Zusammenkünfte stattfinden zu lassen. Dies gilt ebenfalls ausdrücklich für Kirchen und Vereine, beispielsweise für Gottesdienste, Proben oder Übungsstunden. So finden auch in sämtlichen Feuerwehren im Landkreis bis auf weiteres keinerlei Übungen statt. Die Feuerwehren kommen ausschließlich zu aktuellen Einsätzen zusammen und verrichten dabei selbstverständlich wie immer ihren wertvollen Dienst.
 
Zusammen mit diesem Appell an die Vernunft der Einwohnerinnen und Einwohner des Landkreises kündigen alle Ortspolizeibehörden an, dass sie Zusammenkünfte und Veranstaltungen, die trotz dieses Appells, ohne zwingende Erfordernis, stattfinden sollen, per ortspolizeilicher Verfügung auch bereit sind zu untersagen. Darüber hinaus haben sich sämtliche Städte und Gemeinden dahingehend verständigt, dass alle kommunalen Bäder im Landkreis ab morgen (Samstag, 14. März 2020) geschlossen bleiben. Das Landratsamt empfiehlt den Städten und Gemeinden als Ortspolizeibehörden dringend, für die jeweiligen Altenpflegeeinrichtungen zu verfügen, dass zum Schutz der für den Virus anfälligeren Bewohnerinnen und Bewohner dieser Einrichtungen Besuche bis auf einzelne, dringend begründete, Ausnahmefälle untersagt werden.
 
Diese sämtlichen Maßnahmen gelten zunächst bis einschließlich Sonntag, 19. April 2020 (Ende der Osterferien). Landrat und Bürgermeister behalten sich jedoch vor, die Maßnahmen gegebenenfalls zu verlängern, falls es die Lage nach Ostern erfordern sollte.
 
„Wir haben jetzt die große Chance, wenn alle mit Ruhe und Vernunft sowie in großer gegenseitiger Solidarität die dringend empfohlenen Maßnahmen beachten, die Ausbreitung des Virus bei uns im Landkreis so gut als irgend möglich einzuschränken. Wir sind uns sicher, dass die Bürgerinnen und Bürger Verständnis für diese außergewöhnlichen Maßnahmen in der aktuellen Situation haben und danken hierfür bereits im Voraus ganz herzlich.“, erklären Bürgermeister und Landrat gemeinsam.