Riesfest in Reinerzau

Das Riesfest am vergangenen Sonntag in Reinerzau war wieder ein voller Erfolg. Sowohl das Riesen in Reinerzau wie das Flößen auf der Kinzig durch die Wolfacher und Schiltacher Flößer sind ja inzwischen durch mehrere Fernsehsendungen, zu denen im vergangenen Jahr auch Beiträge auf dem Riesfest gedreht wurden, in ganz Deutschland bekannt. Und so waren wieder zahlreiche Besucher aus der näheren und weiteren Umgebung erschienen. Sie erlebten, wie schwere Holzstämme vom Reinerzauer Riesteam in die Riese gekrempt und mit dumpfem Grollen zu Tal gebracht wurden.

Die Schiltacher Flößer hatten am alten Floßplatz ihren fahrbaren Wiedofen aufgebaut und zeigten, wie man aus Haselnussstecken, die zuvor im Ofen erhitzt wurden, Wieden dreht, mit denen man die Holzstämme, die über die Riesen ins Tal kamen, zu Flößen zusammenbindet.

Wie man selbst auf einem kleineren Gewässer wie der Kleinen Kinzig flößen konnte, zeigten anschließend die Wolfacher Kinzigflößer mit ihrem eigens für das Reinerzauer Gewässer gebauten Floß.
Auf dem Floßplatz waren außerdem die alten landwirtschaftlichen Fahrzeuge zu bestaunen, die die Reinerzauer Dorfjugend im ganzen Tal ausfindig gemacht hatte. Mit dem Bohren von Holz-Teicheln, das Zimmermann Roland Haid vorführte, konnte ein weiteres altes Holzhandwerk bestaunt werden.

Moderne Wassernutzung als Trinkwasser und zur Energiegewinnung konnte dagegen bei zwei Führungen im Wasserwerk der Trinkwasserversorgung Kleine Kinzig (WKK) erlebt werden. Schließlich gab es auf einem kleinen Bauernmarkt noch Erzeugnisse aus der heimischen Landwirtschaft, aber auch alte und neue Motorsägen sowie Geräte zur Landschaftspflege zu sehen.

Die Moderation durch die vielen Teile der Veranstaltung übernahm am Floßplatz in gekonnter Art Michael Hamm und am Riesplatz Matthias Bulach. 
Senior-Rieser Kurt Weigold führte das “Johlen”, die alte Verständigungsart im Wald, vor.
Die Bewirtung übernahm in bewährter Weise die Dorfgemeinschaft Reinerzau mit ihren zahlreichen Helfern, die es wieder schaffte, deutlich mehr Besucher zu bewirten, als Reinerzau Einwohner hat.

Das Reinerzauer Riesteam bei der Arbeit
Das Riesteam bei der Arbeit

Das Riesteam und seine Helfer
Das Riesteam mit seinen Helfern