Märchenstück schwungvoll aufgeführt

Das „chamaeleon Theater“, aus Horb, führte das Stück „Rumpelstilzchen“, nach den Gebrüdern Grimm, im Haus des Gastes auf. Der Müller ist arm, weil die Kunden ihr Korn lieber bei größeren Mühlen mahlen lassen. In der Not erzählt er. dass seine Tochter Luisa Stroh zu Gold spinnen kann. Davon erfährt der König und verlangt von ihr, das Spinnwunder zu vollbringen. Sie ist verzweifelt und kann sich nur mit Hilfe der Zauberkunst eines kleinen Männchens retten. Doch der Preis ist hoch: Das Männchen will ihr erstes Kind. Aus Mitleid gibt es ihr eine Chance. Sollte sie seinen Namen erraten, so kann sie ihr Kind behalten. Die Magd der Königin hat die Kinder im Publikum nach ihren Namen gefragt und dem Männlein vorgelesen. Nach drei vergeblichen Versuchen, wurde das Männlein übermütig und sang das Lied „Heute back ich, morgen brau ich. Ach, wie gut ist, dass niemand weiß, dass ich Rumpelstilzchen heiß!“ Das hörte die Königin und sie konnte ihr Kind behalten. Auf der Bühne und mitten im Publikum wurden die einzelnen Auftritte der Schauspieler gekonnt in Szene gesetzt. Die Inszenierung hinterfragt auch die Handlungsweise der Figuren, gibt Anreiz zur Diskussion und macht Mut, auch aus schwierigen Situationen einen Weg zu finden. Das Märchen begeisterte die fast hundert kleinen und großen Besucher und sie belohnten die Aufführung mit viel Applaus.

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Die Müllerstochter Luisa überreicht dem König einen frisch gebackenen Kuchen.


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Luisa bittet das Männlein, das Stroh zu Gold zu spinnen.

Fotos: Held