Bürgerengagement für eine gepflegte und liebenswerte Stadt

Es sollte unser Aller Anliegen sein, dass unsere so liebenswerte Stadt ein gepflegtes Fleckchen wird, das sagten sich einige Bürger der Stadt Alpirsbach und packten ganz freiwillig zu, nachdem Anne Bosch einen Hilferuf zur Pflege einiger Grünanlagen wenigstens entlang der Touristenroute zwischen dem Kloster und dem Busparkplatz startete, denn das war ihr schon lange ein Dorn im Auge.
So gab es einige Aufregung bei der letzten Mieterversammlung in der Wohnanlage Krähenbadstraße. Hier waren einige der Meinung, dass der Zustand der Grünanlage vor dem Haus zu wünschen übrig lässt. Hier schießt das Unkraut schon lange vor sich hin und überwuchert die Parkplätze und die angelegten Beete.
Wenn man bedenkt, dass die gesamte Frühjahrsbepflanzung in Alpirsbach wegen Sparsamkeit und Personalmangel total ausgefallen ist, so sollten wenigstens die Dauerbepflanzungen gepflegt sein, so dachte man sich. Anne Bosch schrieb einen Brief an Bürgermeister Reiner Ullrich und startete auch eine Anfrage beim Bauhof. Wegen Kapitalmangel, so hieß es, können in diesem Frühjahr keine neuen Anpflanzungen gemacht werden. Der Bauhof rechtfertigte sich mit Personalmangel bei nur 50 Prozent Personalbesetzung, wobei auch noch zwei Mitarbeiter langzeitkrank sind.
Da war guter Rat teuer und Ullrich verfasste einen Aufruf im Nachrichtenblatt um freiwillige Helfer anzuheuern. Er hatte aber nicht damit gerechnet, dass das niemanden interessiert. Das war für Frau Bosch so nicht in Ordnung und sie ergriff Eigeninitiative, sprach einfach einige Leute an und siehe da, es gab doch einige, die sich wirklich angesprochen fühlten und ihre freiwillige Hilfe zusagten.
Unter dem Motte „Was nicht zur Tat wird, hat keinen Wert“ (Zitat von Gustav Werner)
starteten sechs weiteren Helfern eine Aktion zur Verschönerung einiger Anlagen in der Krähenbadstraße und am Haus des Gastes, wo kaum noch ein Blümlein blüht und wenn noch eins blüht, wird es von Unkraut überwuchert.
Mit Gartengerät bewaffnet machten sich sieben Bürger der Stadt ans Werk um der Misere ein Ende zu bereiten.
Dabei war auch Rosina Panza, die schon Jahrelang in Ehlenbogen am Werk ist und immer dafür da ist für etwas mehr Reinlichkeit am Wegesrand Sorge zu tragen. Hier in Alpirsbach ist sie genauso freiwillig am Werk wie alle anderen sechs auch.
Nun ist es vollbracht, dass wenigstens der Weg der Touristenströme ein sauberes Ansehen hat. Zahlreiche Schubkarren voll Unkraut wurden abtransportiert, da wurde gezupft, gehackt und geharkt, bis die Nutzpflanzen wieder zur Geltung kamen. Man hat jüngst auch noch eine Anfrage an die Stadt und die Gemeinderäte gestartet und möchte wissen, ob nicht auch Asylbewerber zur Mithilfe animiert werden könnten. Auf die Antwort ist man gespannt, denn die Aktion läuft weiter, man trifft sich jeden Dienstagnachmittag um 14.00 Uhr, Treffpunkt "Begegnungsstätte, Krähenbadstraße".
Gemeinsam ein Ziel verfolgen, das machen uns die Ortsteile vor erklärte Anne Bosch (hier werden auch Grundstücke gemäht, die der Stadt gehören, der Alpirsbacher schreit nur nach dem Bauhof, der soll es richten). Gemeinsam etwas anpacken, macht ja auch Spaß, wie man bei der bisherigen Aktion mit einem großen Haufen Unkraut bestätigen kann.

Ehrenamt

Von links nach rechts
Heidi Raissle, Rosemarie Harter, Claudia Buchholz, Alfred Buchholz, Anne Bosch, Michaela Sitzler