Stadt Alpirsbach in das Städtebauförderprogramm 2013 aufgenommen
- Engagement und Bemühungen der Verwaltung hatten Erfolg

Mit Schreiben vom 20.03.2013 teilte der Staatssekretär im Finanz- und Wirtschaftsministeri-um, Herr Ingo Rust, Bürgermeister Reiner Ullrich mit, dass die städtebauliche Erneuerungs-maßnahme „Altstadt III“ mit Finanzhilfen in Höhe von 520.000 € im Rahmen des Landessa-nierungsprogramms 2013 gefördert wird. Voraus gingen intensive Bemühungen der Verwaltung, insbesondere von Frau Wurster, Herrn Schwenk von der Stadtverwaltung und Herrn Weber von der Kommunalentwicklung bei der Erarbeitung eines integrierten Stadtentwicklungskonzeptes zur städtebaulichen Erneuerung sowie intensiv geführte Gespräche durch Bürgermeister Ullrich beim Landratsamt, beim Re-gierungspräsidium und direkt im Ministerium für Finanzen und Wirtschaft. In diesem Zu-sammenhang kam auch Staatssekretär Ingo Rust vom Ministerium für Wirtschaft und Finan-zen auf eine Stippvisite nach Alpirsbach, um bei einem Ortstermin sich über die geplanten Vorhaben der städtebaulichen Erneuerung zu informieren. Im Gespräch zwischen Staatssekre-tär Rust und Bürgermeister Reiner Ullrich wurden Chancen und Bedarf der städtebaulichen Weiterentwicklung der Stadt erörtert. Im Anschluss an das Gespräch wurde seitens des Minis-teriums in einer Pressemitteilung mitgeteilt, dass der Austausch sehr wertvoll war und das Ministerium aufgrund der vorgenommenen Vorstellung die im Maßnahmeplan vorgesehenen Vorhaben als gerechtfertigt und städtebaulich sinnvoll erachtet. Ferner teilte das Ministerium mit, dass die Instrumente der Städtebauförderung durchaus ge-eignet sind, in Alpirsbach eine strukturelle Verbesserung zu erreichen, so die Aussage des Staatssekretärs Rust. Das Ministerium für Wirtschaft und Finanzen würdigt dabei die Bemü-hungen der Stadt Alpirsbach, die städtebaulichen Missstände, vor allem durch die vorhande-nen Gewerbebrachen beseitigen zu wollen. Daher wird auch ein hoher Bedarf an Ordnungs-maßnahmen anerkannt. Das von der Stadt vorgelegte integrierte Stadtentwicklungskonzept zur städtebaulichen Erneuerung beinhaltet mehr als ausreichend die Zielsetzungen des neuen Landessanierungsprogramms 2013. Insbesondere soll hier durch mehr Innenentwicklung dem demografischen Wandel Rechnung getragen werden. Denn die sich abzeichnenden Leerstände im Kernbereich von Kommunen im ländlichen Raum mindern die Attraktivität dieser Kom-munen. Nach Aussage des Ministeriums betragen die Anteile der aktuell leerstehenden Ge-bäude bei allen Projektpartnern des Landes etwa 5 %, weitere rd. 10 % werden in den nächs-ten 20 Jahren durch den demografischen Wandel hinzukommen. Sollten diese Wohnungen nicht wieder belegt werden, drohen im Jahr 2030 rd. 15 % der Gebäude leer zu stehen.Hierzu merkt Bürgermeister Ullrich an, wenn die Kommunen zukünftige Leerstände und da-mit schwindende Attraktivität ihrer Ortskerne vermeiden wollen, muss nun gehandelt werden. Eine Studie der Hochschule Stuttgart bestätigt diese Sichtweise. Denn durch Leerstände wür-de zwar mehr Wohnraum zur Verfügung stehen, dieser sei aber nicht auf die zukünftige Nach-frage ausgerichtet. Denn die Menschen werden älter und damit ändern sich auch ihre Bedürf-nisse an ihren Wohnraum. Nachgefragt wird in Zukunft Wohnraum für kleine Familien und Alleinerziehende, aber auch deutlich mehr seniorengerechte, barrierefreie Wohnungen in zentraler Lage. Gleichzeitig gibt es immer weniger junge Familien und Interessierte, die neu-en Wohnraum suchen. Laut dieser Studie müssen die Kommunen diese Veränderungen aktiv begleiten und dabei auch die Wiederbelebung von Wohnraum im Bestand fördern.
Genau diese Zielsetzungen verfolgt das integrierte Stadtentwicklungskonzept städtebauliche Erneuerung Altstadt III. Denn der im Kernstadtbereich vorhandene Altbaubestand mit seinem Wohnraum soll dadurch modernisiert und neuen Wohnbedürfnissen angepasst werden. Da die Stadt keine Erweiterungsflächen mehr in der Kernstadt besitzt, ist sie gezwungen, die Eigen-tümer der vorhandenen grossflächigen Gewerbebrachen anzuregen und zu unterstützen, dass diese umgenutzt werden können. Um funktionsgerechte Freiflächen, die dem Tourismus und dem kommunalen Gemeinschaftsleben dienlich sind bzw. unterstützen. Genauso soll durch das Städtebauförderprogramm angeregt werden, auf diesen Gewerbebrachen Wohnraum zu schaffen, der in zentraler Lage mit guter Versorgungssituation und sehr guter Verkehrsanbin-dung auch an die S-Bahn verbunden ist. Mit der Aufnahme der Stadt Alpirsbach mit seinem Sanierungsgebiet Altstadt III bestätigt Staatssekretär Rust und mit ihm das Ministerium für Finanzen und Wirtschaft, dass die Verantwortlichen der Stadt Alpirsbach mit dem qualitati-ven Umbau der bestehenden Flächen und Immobilien in diesem Sanierungsgebiet die Zu-kunftsfähigkeit der Stadt organisieren wollen. Aufgrund dieser Bewilligung können nun die Voraussetzungen für die Umsetzung des Sanie-rungsprogrammes „Altstadt III“ angegangen werden. Hierzu erfolgen als erstes vorbereitende Untersuchungen. Damit verbunden sind die direkte Kontaktaufnahme und Information der Grundstücks- und Gebäudeeigentümer im Sanierungsgebiet