Vom Schwarzwald ins Heilige Land

Anlässlich der Ausstellung „Deutsche im Heiligen Land“, die bis zum 17. Juni im Kreuzgang der Klosteranlage gezeigt wird, stellte Dr. Jakob Eisler einige Persönlichkeiten aus unserer Region im Heiligen Land vor. Zunächst berichtete er über Christoph Hoffmann, Gründer der Templer, der 1868 nach Haifa kam, um die Gesellschaft des Reiches Gottes zu gründen. Aus Neuweiler haben viele Deutsche im Heiligen Land gelebt. Im Jahre 1877 wurde von Jakob Schuhmacher, aus Tübingen, das Gemeindehaus in Haifa gebaut. Christian Beilharz, aus Dornstetten- Aach, gründete eine Baufirma und im Jahre 1876 wurde ein Mädchenwaisenhaus eröffnet. Beteiligt war auch die Familie Wenagel aus Dornstetten, die Rebstöcke aus dem Neckartal angepflanzt hat. Die Firma Beilharz errichte 1884 eine Eisenbahnbrücke bei Haifa. Philipp Keller, aus Neuweiler, war bei der österreichischen Post in Haifa beschäftigt. Im Jahre 1882 haben sich viele Juden, die aus Rumänien und Russland geflohen sind, etabliert. Von den Templern wurde eine Synagoge gebaut und für die Aussiedler ausgestattet. Friedrich Keller wanderte als Metzger mit einer Stange Wurst aus und im Jahre 1885 wurde er der erste Vizekonsul. 1881 wurde das Luftkurhaus gebaut und von Martin Blaich, aus Zwerenberg, geleitet. Im Oktober 1898 stattete Kaiser Wilhelm II mit seiner Gattin Auguste Victoria dem Heiligen Land einen Besuch ab. Bevor er mit dem Schiff ankam, wurde innerhalb von drei Monaten ein Landungssteg, inmitten der deutschen Kolonie in Haifa erstellt. Am 31. Oktober hat der Kaiser die Erlöserkirche eingeweiht. Heute erinnert noch eine Straße an die Familie Beilharz in Haifa.

Tourismus Geschäftsführer Helmut Held bedankte sich bei Herrn Eisler für den informativen Vortrag und bei den zahlreichen Besuchern für ihr Interesse.

Die Ausstellung im Kreuzgang ist von Montag bis Samstag, von 10.00 bis 17.30 Uhr und an Sonn- und Feiertagen von 11.00 bis 17.30 Uhr geöffnet. Mit der Eintrittskarte für das Kloster kann die Ausstellung besichtigt werden.

Vortrag