Alpirsbacher lebt als Mönch auf dem Heiligen Berg Athos

Ein bis zwei Mal im Jahr besucht er seine Heimatstadt Alpirsbach so auch dieser Tage. Bei dieser Gelegenheit besichtigte er auch die Klosterkirche mit der neuen Orgel. Auch die Besuche bei Schulkameraden, mit denen er bis im Jahr 1961 in die Sulzbergschule ging, gehören dazu. Nach seiner Lehre als Glaser und einigen Berufsjahren, begann er 1967 eine Ausbildung zum Krankenpfleger und übernahm im Jahr 1984 die Pflegedienstleitung einer Klinik in Frankfurt.

Mehrere Urlaubsreisen nach Griechenland führten 1983 zum Besuch einiger Klöster auf dem heiligen Berg Athos und zu ersten Kontakten mit der orthodoxen Kirche. Im April 1984 wurde er in diese Kirche aufgenommen und nahm dann als Mönch den Namen Panteleimon an.

Zum Mönchsein gehört, dass die Haare nicht geschnitten werden dürfen. Einen verfallenen Klosterbesitz übernahm er im Jahr 1989 als Lehen in der Einsiedelei und begann mit der Renovierung der bestehenden Häuser.

Dieter Armbruster, Gemeinderat aus Reutin und Schulkamerad, besuchte den Mönch schon mehrmals und er kann Interessantes über die Sitten und Bräuche berichten.

Der unter Klosterverwaltung stehende Heilige Berg Athos besteht aus zwanzig Klöstern. Nur jeweils 20 Nichtorthodoxen/Tag dürfen für drei Tage einreisen. Dazu muss man beim zuständigen Konsulat eine Genehmigung beantragen und diese dann an der Grenze abholen. Außerdem ist eine Bestätigung eines Geistlichen vom Wohnort erforderlich, dass man einer christlichen Gemeinde angehört. Einreisen dürfen nur Männer und kurze Hosen sind nicht erlaubt. Die Ernährung der Athosmönche und damit auch der Besucher ist recht karg und besteht aus Brot, Öl, Wein, Oliven, Hülsenfrüchten und Gemüse. Fleisch gibt es auf dem Heiligen Berg sehr selten und fehlt in den Klöstern komplett. Besucher helfen bei der Olivenernte oder auch bei Renovierungsarbeiten mit. Bei Ausflügen ist es wichtig bis Sonnenuntergang zurück zu sein, da man sonst keinen Einlass mehr findet, da die Tore zu dieser Zeit geschlossen werden.

Während des Aufenthaltes kann man abschalten. Weder Telefon noch Radio oder Fernsehen stören die Ruhe und Entspanng und fördern die Beschaulichkeit.

Panteileimon

In der Klosterkirche vor der neuen Orgel: Mönch Panteleimon, Dieter Armbruster und ein befreundetes Ärzteehepaar aus dem Raum Esslingen (v. links)