Bierbrauen im Mittelalter

Haben die Mönche außer Wein auch Bier getrunken? Mit dieser Frage beschäftigt sich die neue Sonderführung im Kloster. Die Referentin Sabine Bock begann die „Spurensuche“ im Dormitorium und stellte die Zutaten für das Bier, wie Roggen, Weizen vor. Alexander von Süsskind und Hartmut John, von der Alpirsbacher Brauwelt, kommentierten die Erläuterungen. Ein Dreschflegel, mit dem das Getreide gedroschen wurde durfte dabei nicht fehlen. Gemäß der „Mönchsregel“ des hl. Benedikt durften die Mönche täglich einen Viertel Wein trinken. Da oftmals nicht genügend Wein vorhanden oder nicht genießbar war, wurde von den Mönchen Bier gebraut. Schon bei den Ägyptern war Bier und Brot das Hauptnahrungsmittel und die Germanen tranken Bier, da Wein für die Götter bestimmt war. Hildegard von Bingen hat empfohlen, Bier und Wein zu trinken, da Wasser angeblich keine Kraft gibt. Zu jener Zeit war Trinkwasser eine Rarität. Im 12. Jahrhundert wurde der Hopfen entdeckt, der das Bier konserviert und haltbar macht.

Das Kalefaktorium war die nächste Station. Ein Braukessel weist darauf hin, dass dort Bier gebraut wurde. Das Cellarium war die Vorratskammer der Mönche. Dort wurden der Wein und das Bier gelagert. Die Besucher wurden mit einem festlich gedeckten Tisch in einem mit Kerzen beleuchteten Raum mit mittelalterlichen Speisen überrascht. Die Benediktinersuppe und das Dinkelbrot schmeckten vorzüglich. Natürlich durfte ein frisches Alpirsbacher nicht fehlen. Die zweistündige Generalprobe zur der Sonderführung „Klosterbräu im Mittelalter“ war recht kurzweilig und die Besucher waren begeistert.

Am Samstag, 25. Oktober 2008, 18 Uhr, steht die erste Sonderführung mit diesem Thema auf dem Programm. Anmeldungen nimmt das Infozentrum im Kloster Tel. 07444/51061, kloster.alpirsbach@gmx.de, entgegen.

Sonderführung Klosterbräu