Sitzung des Gemeinderats am 03. Juni 2008

Amtseinsetzung von Herrn Bürgermeister Reiner Ullrich

Bürgermeister-Stellvertreter Joachim Hermann begrüßt alle anwesenden Gäste und wertet den großen Andrang als Zeichen für das Interesse der Bevölkerung an der Kommunalpolitik. Er erläutert einige Eckdaten zur Bürgermeisterwahl und berichtet, dass die Wahl mittlerweile vom Landratsamt geprüft und für rechtsgültig erklärt wurde. In der heutigen Sitzung wird Herr Ullrich nun vereidigt und verpflichtet und damit in sein Amt als neuer Bürgermeister der Stadt Alpirsbach eingesetzt. Die Vereidigung ist vorzunehmen, auch wenn Herr Ullrich bereits als Beamter vereidigt ist.

Bürgermeister-Stellvertreter Hermann heißt die Familie Ullrich in Alpirsbach willkommen und wünscht sich eine gute Zusammenarbeit zwischen dem Bürgermeister und dem Gemeinderat.

Bürgermeister-Stellvertreter Hermann vereidigt und verpflichtet Herrn Ullrich, indem dieser unter Erhebung der rechten Hand folgendes Gelöbnis abgibt:

„Ich schwöre, dass ich mein Amt nach bestem Wissen und Können führen, das Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland, die Landesverfassung und das Recht achten und verteidigen und Gerechtigkeit gegen jedermann üben werde. So wahr mir Gott helfe.

Insbesondere gelobe ich, die Rechte der Gemeinde gewissenhaft zu wahren und ihr Wohl und das ihrer Einwohner nach Kräften zu fördern.“

Die Vereidigung und Verpflichtung wird per Handschlag zwischen Bürgermeister-Stellvertreter Hermann und Herrn Ullrich bekräftigt.

Landrat Dombrowsky gratuliert Herrn Ullrich zum Wahlsieg und zu dem Vertrauensbeweis, dem ihm die Wähler entgegengebracht haben. Er weißt darauf hin, dass auch eine Abwahl den demokratischen Gepflogenheiten entspricht und die Mehrheit der Bürger einen Wechsel wollte. Dies sei auch eine Chance, neue Akzente zu setzen. Wichtig sei insbesondere, miteinander anstatt übereinander zu sprechen. Die notwendigen fachlichen Voraussetzungen für das Amt eines Bürgermeisters besitze Herr Ullrich durch seine bisherige berufliche Laufbahn allemal. Landrat Dombrowsky bezeichnet das Bürgermeisteramt als eine faszinierende, gestaltende Tätigkeit, bei der man viel bewirken könne.

In den vergangenen Jahren sei in Alpirsbach bereits eine Menge geleistet worden, dennoch bleibe auch noch eine Menge zu tun. Hierfür bietet er Bürgermeister Ullrich die Unterstützung des Landkreises an.

Landrat Dombrowsky wünscht Bürgermeister Ullrich eine erfolgreiche Amtszeit und stets auch das notwendige Quäntchen Glück.

Der Bürgermeister-Stellvertreter von Rheinau, Herr Bernd Keck, gratuliert Herrn Ullrich zu dem Mut, sich in das Fegefeuer einer Wahl zu stürzen. Er habe damit eine Veränderung hin zu seinem beruflichen Lebensziel herbeigeführt. Die Stadt Rheinau habe Herrn Ullrich als kompetenten, verlässlichen und geschätzten Hauptamtsleiter kennen gelernt.

Herr Ullrich sei nicht der erste Freistetter, der erfolgreich nach Alpirsbach übergesiedelt ist. Dies wertet Herr Keck als gutes Ohmen und wünscht Herrn Ullrich und der Stadt Alpirsbach einen gemeinsamen Weg in eine glückliche Zukunft.

Bürgermeister Armin Jöchle, Eutingen, überbringt Herrn Ullrich die Glückwünsche im Namen der Bürgermeister des Landkreises Freudenstadt sowie die Glückwünsche vom Präsidenten des Gemeindetages, Roger Kehle.

Er weiß aus eigener Erfahrung, dass ein Wahlsieg den Alltag innerhalb kürzester Zeit umkrempelt. Auch wenn die Arbeit eines Bürgermeisters nicht immer ein Vergnügen ist, könne man dennoch viel bewegen. Durch den stetigen Wandel wird auch die Zusammenarbeit mit anderen Gemeinden immer wichtiger. Die Bürgermeister-Kollegen freuen sich auf eine gute Zusammenarbeit und heißen Herrn Ullrich herzlich willkommen.

Ortsvorsteher Hamm überbringt seine Glückwünsche im Namen der Ortsvorsteher von Alpirsbach. Er betont in seiner gereimten Rede insbesondere die Wichtigkeit und Notwendigkeit eines umfassenden Informationsflusses. Nur durch umfangreiche Information könne erreicht werden, dass auch Entscheidungen von allen mitgetragen werden. Dies gilt besonders auch für die Unterrichtung der Ortsvorsteher über alle wichtigen Angelegenheiten.

Ortsvorsteher Hamm dankt Herrn Wentsch für seine Arbeit in den vergangenen acht Jahren und wünscht im Namen der Ortsvorsteher eine gute Zusammenarbeit mit dem neuen Bürgermeister Ullrich.

Der Fraktionsvorsitzende, Herr Dieter Armbruster, wünscht im Namen der Fraktionen eine gute und konstruktive Zusammenarbeit. Man sei bereit für Veränderungen und Vereinfachungen und grundsätzlich offen für Neues. Es sei im Interesse aller, die Gesamtstadt weiter nach vorne zu bringen. Gerne möchte man Herrn Ullrich den Platz als Zugführer in dem fahrenden Zug, auf den er aufgesprungen ist, anbieten. Er wünscht Herrn Ullrich Kraft und Freude in seinem Amt als Bürgermeister und der Familie Ullrich ein angenehmes Wohnen in Alpirsbach.

Die Personalrätin, Frau Beate Krötz, heißt Bürgermeister Ullrich im Namen des Personalrates des Stadt Alpirsbach willkommen und hofft auf eine ebenso gute Zusammenarbeit wie mit seinem Vorgänger, Herrn Wentsch. Sie wünscht Bürgermeister Ullrich viel Erfolg, eine glückliche Hand bei Entscheidungen und hofft, dass er und seine Familie sich in Alpirsbach schnell heimisch fühlen.

Pfarrer Schmelzle weißt darauf hin, wie nah Sieg und Niederlage bei einer Wahl beieinander liegen. Er dankt Herrn Wentsch für seine gute Arbeit, für die dieser Achtung und Respekt verdient habe.

Auch wenn der Wahlkampf des Öfteren als Schlammschlacht bezeichnet worden war, habe er selbst dies nicht so empfunden. Bei diesbezüglichen Unstimmigkeiten solle man sich aussprechen und dann den Blick nach vorne richten.

Bürgermeister Ullrich habe sich im Wahlkampf engagiert, kompetent und sympathisch zusammen mit seiner Familie präsentiert. Im Namen der Kirchengemeinden gratuliert er und wünscht Mut, Weißheit, Gesundheit und Gottes Segen. Da es viele Berührungspunkte zwischen der kommunalen und den kirchlichen Gemeinden gibt, hofft er auf eine gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit. Er beendet sein Grußwort mit dem Zitat: „Suchet der Stadt Bestes“, welches maßgeblich für Bürgermeister Ullrichs Amt sein soll.

Rektor Hack überbringt seine Glückwünsche im Namen der Alpirsbacher Schulen und widmet seine besondere Anerkennung Frau Ullrich, die ihrem Mann im Wahlkampf den Rücken freigehalten hat. Mit der Bewerbung um das Amt des Bürgermeisters habe Herr Ullrich etwas Neues gewagt und gewonnen. Seine Aufgabe wird es nun sein, sich selbst zum Wohle der Stadt zu fordern.

Rektor Hack wünscht Bürgermeister Ullrich Weit- und Umsicht und ein kooperatives Miteinander. Gerade im Bereich der Schulen befindet sich Vieles in einem bildungspolitischen Umdenken und insbesondere in Baden-Württemberg stehen viele Veränderungen an. Grundsatz sollte in jedem Fall sein, dass sich keine der Schularten zulasten einer anderen profiliert. Er lädt Bürgermeister Ullrich zu einem offenen Dialog und Interessenaustausch ein.

Herr Hans-Jürgen Ziegler überreicht seine Glückwünsche im Namen der Alpirsbacher Vereine / Organisationen. Insgesamt habe Alpirsbach nahezu 40 Vereine / Organisationen und biete somit ein breit gefächertes Angebot. Dies sei auch ein deutliches Zeichen für das große ehrenamtliche Engagement, dass in der Stadt geleistet wird. Das Vereinsleben sei wichtig für die Bürger, weshalb auch die Vereinsförderung weiterhin beibehalten werden müsse. Herr Ziegler wünscht Bürgermeister Ullrich alles Gute, Gesundheit, Kraft und eine glückliche Hand zum Wohle der Bürger.

Bürgermeister Ullrich dankt allen Rednern für ihre Grußworte und ist nach eigener Aussage stolz darauf, jetzt ein Alpirsbacher Mitbürger zu sein. Er bedankt sich für die Wahl und den Auftrag, den er damit von den Bürgern erhalten hat. Er versichert, dass er sein Engagement für die Stadt so lange wie möglich und mit Freude einbringen wird.

Mit seinem Amtsantritt ist er nach eigenen Worten auf einen fahrenden Zug aufgesprungen. Für das bisher Geleistete zollt er seinem Vorgänger, Herrn Wentsch, Respekt.

Dennoch gebe es auch in einigen Bereichen Nachholbedarf. Bürgermeister Ullrich ist sich auch bewusst darüber, dass die Aufgaben nicht immer leicht sein werden. Er ist jedoch davon überzeugt, dass die Aufgaben zusammen bewältigt werden können. Gemeinsam soll das Notwendige und Mögliche erreicht werden. Insbesondere möchte er ein Mehr an Bürgernähe schaffen.

Mit dem Zitat des Dalai Lama: „Die Zusammenarbeit mit anderen ist die Voraussetzung für eine Erweiterung unserer Perspektive“ schließt Herr Ullrich seine erste Gemeinderatssitzung in seinem Amt als Bürgermeister von Alpirsbach.