Personalversammlung der Stadt Alpirsbach

Am Donnerstag, 10.01.2008, luden der Personalrat sowie die Stadtverwaltung Alpirsbach alle Beschäftigten zur alljährlichen Personalversammlung ins Haus des Gastes ein. Diese fand - im Gegensatz zu den vergangenen Jahren - erstmals nicht zusammen mit der Weihnachtsfeier statt, sondern wurde separat organisiert.

Nachdem die Personalratsvorsitzende Frau Barbara Oestreich den zahlreich erschienenen Mitarbeitern/Mitarbeiterinnen die Tagesordnung vorgestellt hatte, berichtete sie ausführlich über die vielfältigen Tätigkeiten des Personalrats im Jahr 2007. Eine der bedeutendsten Aufgaben im zurückliegenden Jahr war die Einführung der Leistungsbeurteilung nach dem TVöD und alle damit einhergehenden Veränderungen. Die Vorsitzende des Personalrats gab zudem einen Überblick über die personellen Veränderungen, die sich im Laufe des Jahres 2007 ergeben haben und freute sich insbesondere über die reibungslose Zusammenarbeit zwischen dem Personalrat und Bürgermeister Wentsch.

Bürgermeister Wentsch bedankte sich bei den Mitgliedern des Personalrats für ihre ehrenamtliche und nicht immer einfache Aufgabe und bezeichnete den Personalrat als „unersetzliche Brücke zwischen Verwaltung und Mitarbeiterinnen/Mitarbeitern“. Als Zeichen seiner Anerkennung für ihre Arbeit, überreichte Bürgermeister Wentsch der Personalratsvorsitzenden Barbara Oestreich einen Blumenstrauß.

Gleichfalls dankte Bürgermeister Wentsch allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für die Leistungen, die sie im vergangenen Jahr für die Bürger und Bürgerinnen der Stadt Alpirsbach erbracht haben. Das Erscheinungsbild der Stadtverwaltung könne sich durchaus sehen lassen.

Weiter verwies auch Bürgermeister Wentsch auf die veränderten Arbeitsbedingungen und Anforderungen, die die Einführung des Leitungsentgeltes nach dem Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst mit sich bringen. Nachdem die Vorarbeit dafür im letzten Jahr geleistet wurde, gehe es jetzt an die Umsetzung. Auch wenn dieses Instrument der Leitungsbeurteilung für alle Neuland ist, so ist es Bürgermeister Wentsch wichtig, dass sowohl bei Beurteilenden als auch bei Beurteilten das nötige Verständnis und Einfühlungsvermögen vorhanden ist, um diese Situation zu meistern.

Grundsätzlich werden sich die Kommunalverwaltungen als Adressat der Bürger/innen zunehmend dem gesellschaftlichen Wandel anpassen müssen, um die vielfältiger werdenden Anforderungen zu bewältigen.

Innerhalb der Stadtverwaltung Alpirsbach wurden diese Veränderungen bereits auf den Weg gebracht. So wurde im vergangenen Jahr die 3-Ämter-Struktur eingeführt, was dank der guten Mitarbeit der Beschäftigten auch hervorragend funktioniert hat.

Über das Rathaus hinaus müssen nach Aussage von Bürgermeister Wentsch insbesondere im Bereich der schulischen und vorschulischen Bildung und Kinderbetreuung Veränderungen umgesetzt werden. Hierzu wird die Verwaltung in Zusammenarbeit mit den anderen Kindergartenträgern einen Kindergartenbedarfsplan erarbeiten, welcher bis Ende April 2008 vom Gemeinderat verabschiedet und schließlich umgesetzt wird. Um den gestiegenen Anforderungen im Bereich der weiterführenden Schulen gerecht zu werden, befasst sich der Gemeinderat derzeit intensiv mit der Einrichtung einer Mensa.

Durch die Inbetriebnahme des Seniorenzentrums bruderhausDIAKONIE ist im Bereich der Altenpflege ein hohes Maß erreicht worden. Dies, so Bürgermeister Wentsch, sei angesichts des zu erwartenden demographischen Wandel auch besonders wichtig.   

Hinsichtlich der Finanzlage der Stadt hatte Bürgermeister Wentsch Positives zu berichten. So konnte dank der guten konjunkturellen Entwicklung auf eine Kreditaufnahme im Nachtragshaushaltsplan 2007 verzichtet werden. Gleichzeitig konnten zusätzliche Investitionen angegangen und der Rücklage ein Betrag von rd. 300.000 EUR zugeführt werden. Wesentlich sind hierbei die Investitionen in das neue Feuerwehrgerätehaus in Peterzell, die Teilsanierung des Rathauses Reinerzau, verschiedene Beschaffungen für den Bauhof, ein neuer Internetauftritt und die Fortsetzung der Stadtsanierung.

Als bemerkenswert bezeichnete Bürgermeister Wentsch das Ergebnis des Stadtwaldes im Jahr 2007, welches mit einem zu erwartenden Überschuss von rd. 240.000 EUR hervorragend sei.

In Bereich der Wasser- und Abwasserversorgung mussten in der letzten Gemeinderatssitzung im Jahr 2007 die Gebühren erhöht werden. Grund dafür waren die notwendigen Investitionen in die Anlagen sowie der Rückgang der Wasserverbrauchsmenge und der Abwassermenge.

Bürgermeister Wentsch beendete seine Ausführungen mit einem herzlichen Dank für die geleistete Arbeit. Die Stadtverwaltung sei auf dem richtigen Weg und habe erkannt, was im Interesse der Verbesserung der Lebensqualität in Alpirsbach erwartet wird. Er forderte alle Anwesenden auf, die Herausforderungen der Zukunft mit Engagement und Einsatzfreude anzunehmen und so zum Wohle der Stadt und der Bürgerinnen und Bürger zu bestehen.

Schließlich kündigte Bürgermeister Wentsch an, dass er sich erneut um das Amt des Bürgermeisters in Alpirsbach bewerben wird und er seine Arbeit in Alpirsbach gerne die nächsten Jahre fortsetzten möchte.

Im Anschluss berichtete Frau Maria Klink als Vertreterin der Schwerbehinderten über ihre Arbeit und forderte die Verantwortlichen auf, die Schwerbehinderung einzelner Mitarbeiter/innen bei der Leistungsbeurteilung nach dem TVöD entsprechend zu berücksichtigen, sodass hierbei keine Benachteiligungen entstehen. Auch solle man künftig beachten, dass bei Neueinstellungen, schwerbehinderte Bewerber bei gleicher Eignung bevorzugt zu berücksichtigen sind.

Nachdem von Seiten der Beschäftigten während der Fragestunde nur wenige Anfragen und Anregungen geäußert wurden, dankte die Personalratsvorsitzende Frau Oestreich allen Anwesenden für ihr Kommen und schloss damit die Personalversammlung. 

Hästrägertaufe Narrenzunft