Kulturpartnerschaft mit Cluny bekräftigt

Vor zwei Jahren, anlässlich des Jubiläums „1100 Jahre Abtei Cluny“, wurde die Kulturpartnerschaft mit Cluny begründet. Bei einem Treffen im Mai hatte Bürgermeister Reiner Ullrich Bernard Aiguier, den Präsidenten für die Tourismusorganisation von Cluny sowie Mitglied im Verwaltungsrat der Föderation der cluniazensischen Stätten, im Rahmen der Kulturpartnerschaft mit Cluny und Calw-Hirsau, eingeladen, bei einem Vortrag die Stadt Cluny sowie das dortige Kloster vorzustellen. Zu diesem Vortrag unter dem Titel „Cluny in Südburgund. Ein Kloster aus der Norm“, konnte Bürgermeister Ullrich zahlreiche Besucher und Dr. Axel Kohler als Vertreter der ev. Kirchengemeinde Alpirsbach im Kapitelsaal der historischen Klosteranlage begrüßen.
Sein besonderer Gruß galt dem Referenten, Bernard Aiguier. Bei seinen Ausführungen über die Abtei Cluny erwähnte er, dass die Abtei Cluny das Pendant zu Rom war. Sie war bis zum Wiederaufbau von Sankt Peter im Vatikan der größte Kirchenbau der Christenheit mit einem fünschiffigen Langhaus von 187 Meter Länge.
Über 200 Jahre wurde Cluny von einflussreichen Äbten regiert. Ab dem 13. Jhrdt geriet die Abtei unter den Einfluss der französischen Könige was dazu führte, dass das Recht der freien Abtswahl durch die Mönche verloren ging.
Nach der französischen Revolution wurde das Kloster innerhalb von dreißig Jahren zu 92 Prozent zerstört und Bernard Aiguier zeigt ein Dokument, mit dem dazu aufgefordert wurde, Steine der Kirche zu kaufen.
Mit einigen Fotos wurde dann den Besuchern die Stadt Cluny und die Abtei eindrucksvoll vorgestellt. Bürgermeister Ullrich bedankte sich bei Bernard Aiguier für den interessanten und informativen Vortrag und stellte in diesem Zusammenhang die Frage: Was wären Cluny und Alpirsbach ohne die Klöster?
Die Zuhörer hatten danach Gelegenheit, mit dem Referenten über den Vortrag zu diskutieren und an ihn Fragen zu stellen. Im Gegenzug wird nächstes Jahr die Stadt Alpirsbach in Cluny vorgestellt Da von Seiten einiger Waldexperten und Forstleuten aus ClunInteresse an einem Gedankenaustausch mit Förstern aus Alpirsbach bestand, sind sie gemeinsam mit Bernard Aiguier nach Alpirsbach gekommen. Bürgermeister Ullrich freute sich bei der Begrüßung der Gäste aus Cluny, dass im Rahmen der Kulturpartnerschaft mit Cluny, die Forstleute nach Alpirsbach gekommen sind, um sich über den Wald und die Bewirtschaftung zu informieren.
Die fünf Forstleute der Stadt Cluny vom Forstamt und von Natura 2000 trafen sich zunächst mit Förster Michael Hamm, um über die Waldbewirtschaftung und die Waldforschung zu sprechen und die Erfahrungen gegenseitig auszutauschen. Eine ausführliche Waldbesichtigung stand dann am nächsten Tag mit Förster Bernd Leix auf dem Programm. Die Waldex-perten waren von den informativen Gespräche und der Waldbesichtigung beeindruckt und äußerten sich sehr zufrieden über die vielen Informationen.
Der Erfahrungsaustausch soll, so der Wunsch der französischen Gäste, in Cluny fortgesetzt werden. Bei der Verabschiedung hat Bernard Aiguier mit Bürgermeister Ullrich ein Treffen im nächsten Jahr in Cluny vereinbart.

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Bernard Aiguier referiert bei seinem Vortrag über Cluny und die dortige Abtei Foto: Werner Hering

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Nach dem Gespräch mit Förster Hamm hatten die Gäste aus Cluny noch die Gelegenheit, die historische Klosteranlage zu besichtigen (v. li.): Noiron Guillaume (Natura 2000), Förster Michael Hamm, Rabaud Pierrick (Natura 2000), Francois Bonnetain (Gemeinderat der Stadt Cluny), Maurice Nugues (Bürgermeister der Gemeinde Chateau), Bernard Aiguier, Präsident für die Tourismusorganisation Cluny,  Helmut Held, Referent für Kultur und Tourismus und Maurice Martignene (Forstamt)

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Bürgermeister Reiner Ullrich verabschiedete die Gäste aus Cluny vor dem Rathaus (v. li.): Maurice Martignene, Noiron Guillaume, Rabaud Pierrick,  Bürgermeister Ullrich, Maurice Nugues, Francois Bonnetan, Förster Bernd Leix und Bernard Aiguier