Treffen der deutschen cluniazensischen Stätten

Im vergangenen Jahr beteiligte sich eine Delegation aus Alpirsbach an den Feierlichkeiten "1100 Jahre Abtei Cluny". Nachdem nun die Stadt Alpirsbach Mitglied bei der "Förderation de Sites clunisiens" (Förderation der cluniazensischen Orte und Kommunen) ist, haben sich die deutschen cluniazensichen Orte zum ersten Mal in Alpirsbach getroffen. Bürgermeister Reiner Ullrich und Pfarrer Horst Schmelzle begrüßten die Teilnehmer und die Vertreter aus Cluny.Über aktuelle Themen seit dem Jubiläum berichteten Hans-Martin Dittus und Dr. Klaus-Peter Hartmann, Calw- Hirsau, Dr. Alois Klein, als Vertreter der Gemeinde Sölden und Bollschweil sowie Helmut Held von der Stadtverwaltung Alpirsbach. Die Charta, im September 2010 von den 150 Mitgliedern unterzeichnet, beinhaltet 10 Ziele. Dazu gehören das Kulturerbe im Geist der Solidarität unterhalten und zur Geltung bringen, eine offene und kreative Kulturpolitik entwickeln, an der Schaffung neuer Angebote für einen nachhaltigen Kulturtourismus teilnehmen un die Gastfreundschaft unter Bedingungen kultivieren, die für jedermann erschwinglich sind. Diese Charta soll nun mit Leben erfüllt werden. Auf Initiative von Bürgermeister Ullrich wollen sich die deutschen Städte und Orte zu einer Kulturpartnerschaft zusammenschließen, um die Absicht der Charta ein Stück weit zu realisieren. Diese interkommunale Zusammenarbeit, regional begründet, stellt eine Verbindung mit Cluny ein Alleinstellungsmerkmal dar, weil nicht jede Gemeinde über ein Kloster verfügt, das den inhaltlichen Bezug zu Cluny hat, so Bürgermeister Ullrich. Im Rahmen der Kulturpartnerschaft mit Sölden, Bollschweil, Calw-Hirsau und Cluny ist im Juli ein Treffen, mit Vorträgen und einem Kreuzgangkonzert geplant, um im Rahmen dieser Kulturpartnerschaft das Kloster einer breiten Öffentlichkeit zugänglich und somit auch erlebbar zu machen. Das Gremium spricht sich dafür aus, danach weitere Kulturveranstaltungen anzustreben und diese zu konzipieren. Birgit Wallborn, Europabeauftragte der cluniazensischen Stätten, gibt bekannt, dass im nächsten Jahr eine Gruppe aus Cluny die cluniazensischen Stätten im Schwarzwald besuchen wird. Bernard Aiguier, Präsident der Tourist Info Cluny, bedankte sich zum Schluss, im Namen der Delegation aus Cluny, für das interessante und konstruktive Treffen in der Klosterstadt.

Cluny

An dem Treffen im Bruderraum der Klosteranlage beteiligten sich: vordere Reihe, v. li.: Dr. Alois Beck, Vertreter der Gemeinden Bollschweil und Sölden, Bernard Aiguier, Präsident der Tourist Info Cluny, Laurent Aberson, Vertreter der Förderation der cluniazensischen Stätten in der Schweiz, Dr. Klaus-Peter Hartmann, Freunde des Klosters Hirsau, Brigitte Bernert, Stadt Calw, Bürgermeister Ullrich, Birgit Wallborn, Europabeauftragte der Föderation und zweite Reihe, v. li.: Hans-Martin Dittus, Stadt Calw, Axel Ebner, Kirchengemeinderat der ev. Kirchengemeinde Alpirsbach, Helmut Held, Kontaktperson zwischen Cluny und Alpirsbach und Christophe Voros, Direktor der Förderation.