Sitzung des Ortschaftsrates Römlinsdorf
am 24. Januar 2011 

1. Antrag auf Nutzung des Daches des Kindergartens und des Heimbachhauses für eine Fotovoltaikanlage
Der Ortsvorsteher berichtet dem Ortschaftsrat, dass von einem örtlichen Betreiber von Fotovoltaikanlagen ein Antrag auf Überlassung weiterer städt. Dachflächen vorliegt, unter anderem auch für das Dach des Kindergartens und des Heimbachhauses im Stadtteil Römlinsdorf.
Aus Sicht des Ortschaftsrates wurde festgestellt, dass einer beabsichtigten Nutzung der beiden Dächer im Stadtteil Römlinsdorf nichts entgegensteht, zu beachten wären jedoch folgende Vorgaben:
1. Überprüfung der Dachflächen, ob sie von der Ziegeldeckung in Ordnung sind, ansonsten müssten sie vor einer Belegung der Dachflächen mit Fotovoltaikelementen ausgebessert werden.
2. Überprüfung der Dachflächen bzw. des Dachstuhls, ob die statischen Voraussetzung für die Belegung mit Fotovoltaikelementen gegeben sind.
3. Ausschreibung der Dachflächen im Nachrichtenblatt, damit sich auch andere Interessenten bzw. Firmen für die Dachflächen bewerben können und insoweit sollte das für die Stadt beste Angebot zum Zuge kommen.
4. Den Bürgern sollte die Möglichkeit gegeben werden, sich an einzelnen Projekten investiv zu beteiligen.

2. Abrechnung Baumaßnahme Ahlenbach
Die Firma Kirn als bauleitendes Ingenieurbüro hat zwischenzeitlich die Abrechnung für die Quellwasserableitung im Stadtteil Römlinsdorf im Bereich Ahlenbach vorgelegt; die Kosten für die Maßnahmen liegen bei 87.879,97 € Netto, d. h. dass der ursprüngliche Kostenvoranschlag von rd. 113.000,00 € Netto nicht erreicht wurde.
Die Regenfälle in den letzten Wochen und die über den neu hergestellten Wassergraben abfließende Wassermenge direkt zum Heimbach haben gezeigt, wie wichtig die Maßnahme neben dem erhöhten Hochwasserschutz gewesen ist.
Der Ortsvorsteher sprach allen beteiligten Grundstückseigentümer nochmals sein Dank aus, zumal es keine Selbstverständlichkeit sei, dass private Flächen für die oberflächige Quellwasserableitung zur Verfügung gestellt wurden.

3. Haushaltskonsolidierungsmaßnahmen der Stadt Alpirsbach
Der Vorsitzende informierte den Ortschaftsrat über die im Gemeinderat diskutierten Möglichkeiten zur Haushaltskonsolidierung auf der Grundlage der Sitzungsvorlage zur Gemeinderatssitzung am 11.01.2011, in der verwaltungsseitig neun Themenbereiche angesprochen bzw. benannt wurden.
Der Ortschaftsrat nahm die Ausführungen des Ortsvorstehers zu den einzelnen Möglichkeiten zur Haushaltskonsolidierung zur Kenntnis, nachdem eine entsprechende Beschlussfassung dazu nicht erforderlich war.
Das Gremium bat den Vorsitzenden, den Ortschaftsrat über die Maßnahmen zur Haushaltskonsolidierung auf dem Laufenden zu halten, wobei die Notwendigkeit der Konsolidierungsmaßnahmen durchaus aufgrund der defizitären Haushaltslage gesehen wird.

4. Anlegen von Wiesengräbern
Das Anlegen von Wiesengräbern auf den Alpirsbacher Friedhöfen war in der Vergangenheit des Öfteren Gegenstand von Diskussionen insbesondere auch aufgrund von Anträgen aus einzelnen Ortschaftsräten; auch der Gemeinderat hat sich in seiner Sitzung am 11.01.2011 mit dem Thema befasst. Ein entsprechender Beschluss dazu wurde vom Gemeinderat jedoch noch nicht gefasst, zumal man zunächst ein Votum bzw. eine Stellungnahme aller Ortschaftsräte für notwendig erachtet hat. Dabei soll von den Ortschaftsräten insbesondere auch eine Aussage dazu gemacht werden, ob man sich z. B. eine Zentralisierung des Angebotes auf einzelne Stadtteile vorstellen könnte, und zwar auf Friedhöfen, die von den Platzverhältnissen das Anlegen von Wiesengräbern zulassen würden. In der Diskussion im Gemeinderat spielten auch die noch zu kalkulierenden Kosten der Wiesengräber eine wichtige Rolle, zumal entsprechend einer vorliegenden Kalkulation aus einer Nachbargemeinde verwaltungsseitig empfohlen wird, hier kostendeckend zu kalkulieren und dies würde dazu führen, dass ein Wiesengrab gegenüber einem Reihen- bzw. Doppelgrab wesentlich teurer würde. Die Fortschreibung bzw. Aktualisierung der Friedhofssatzung mit Neukalkulation der Gebührensätze sei ohnehin notwendig und werde verwaltungsseitig in diesem Frühjahr entsprechend vorbereitet und es ist geplant, die entsprechenden Beschlüsse des Gemeinderates dazu bis spätestens Mitte des Jahres fassen zu lassen.
Aus Sicht des Ortschaftsrates Römlinsdorf wird zu dem Thema Wiesengräber folgender Beschluss gefasst:
1. Soweit die entsprechenden Platzverhältnisse für die Anlegung von Wiesengräbern auf Alpirsbacher Friedhöfen bestehen, sollte das Angebot geschaffen und dezentral erfolgen.
2. Auf die Römlinsdorfer Situation bezogen wäre die Anlegung von Wiesengräbern erst im Zusammenhang mit der Realisierung der Friedhofserweiterung möglich.
3. Im Hinblick auf die defizitäre Haushaltssituation sollte man die neuen  Friedhofsgebühren bei der Beschlussfassung durch den Gemeinderat weitgehend kostendeckend beschließen – also nicht nur die neu zu kalkulierenden Gebühren für Wiesengräber.

5. Bekanntgaben:
Der Ortsvorsteher informiert den Ortschaftsrat darüber, dass am 08.04.2011 ein Ortsbegang bzw. Besuch des Gemeinderats in den Stadtteilen Reutin, Römlinsdorf und Peterzell ab 16:00 Uhr stattfinden soll; der Abschluss des Begangs mit einer Abschlussbesprechung wäre im ehemaligen Feuerwehrraum im EG der Ortsverwaltung Peterzell geplant.