Das Jahr 2010 im Rückblick

Im vergangenen Jahr wurde einiges in der Klosterstadt bewegt. Dieses Fazit zog Bürgermeister Reiner Ullrich beim Rückblick auf das vergangene Jahr.
Nach über einem Jahr Bauzeit wurde der Kindergarten in der Schillerstrasse Anfang des Jahres fertig gestellt. Die ev. und kath. Kirchengemeinden konnten den Kindergarten im März einweihen. Das Kinderbetreuungsangebot wurde mit der Einrichtung von 10 Krippenplätzen (1- 3 Jahre) und einer altersgemischten Gruppen
(2- 6 Jahre) weiter ausgebaut.
Nachdem die Räume in der Krähenbadstraße 2 umgebaut waren, wurden das Bürgerbüro und die Stadt-Info Anfang Mai eröffnet. Bürgermeister Ullrich erwähnte in seinem Grußwort die Vorzüge der neuen Räume: Ebenerdig, barrierefrei erreichbar, hell und geräumig. Von dem ebenerdigen Zugang profitieren nicht nur ältere Bürgerinnen und Bürger, sondern auch Familien, die mit einem Kinderwagen barrierefreien Zugang haben und somit wurde für die Familienfreundlichkeit ein neuer Akzent gesetzt sowie der demographischen Entwicklung Rechnung getragen. Die Verwaltung ist seniorengerechter erreichbar.
Durch die Integration der Stadt-Info in die Stadtverwaltung werden nun auch Dienstleistungen für Bürgerinnen und Bürger durch diese angeboten.
Im August wurde mit den Umbauarbeiten im Haus des Gastes für
die Stadtbücherei begonnen. Bei der offiziellen Eröffnung im November zeigte sich Bürgermeister Ullrich erfreut über die gelungene städtische Einrichtung in den neuen, hellen und barrierefreien Räumen. Die Bücherei, die mittlerweile über 17.000 Medien verfügt, kann nun ihr Bildungsangebot besser präsentieren und weiterentwickeln. Die Schulbibliothek des Bildungszentrums Sulzberg wurde integriert, sodass die Bücherei nun auch eine Schulbibliothek für das Bildungszentrum übernimmt. Die Stadtbücherei ist optimal erreichbar für Erwachsene, Mütter und Väter mit Kinderwagen, Schüler, Jugendliche und Senioren, weil diese direkt mit Haltestelle vor der Haustüre an den ÖPNV angeschlossen ist und Parkplätze direkt am Gebäude vorhanden sind.
Nach langen Verhandlungen mit den Schulaufsichtsbehörden
wurde ein neues und gleichzeitig spannendes Kapitel in der Schulgeschichte von Schiltach, Schenkenzell und Alpirsbach aufgeschlagen. Die neue Werkrealschule wurde nach den Schulferien in Betrieb genommen. Bürgermeister Ullrich freute
sich, dass es gelungen ist, die neue Werkrealschule Oberes Kinzigtal mit den Partnern zustande zu bringen. Somit gelang
der Ausbau des Bildungsstandortes besonders im mittleren Bildungsbereich.
Der erste Abschnitt der Sanierungsmaßnahmen auf dem Alpirsbacher Friedhof ist inzwischen abgeschlossen. Im unteren Bereich wurden neue Grabstätten angelegt und durch eine Rampe, die auch gleichzeitig als Baggerrampe für die Aushebungsarbeiten dient, barrierefrei erreichbar. Zusätzliche Geländer wurden angebracht sowie ein weiteres neues Urnengrab, das sich direkt am Treppeneingang befindet.
Der Verbindungsweg zwischen Peterzell und Hönweiler wurde im Rahmen des Sonderprogramms „Modernisierung ländlicher Weg“ ausgebaut. Die Ausbaulänge des Kirchbergwegs beträgt etwa
1.500 Meter. Ortsvorsteher Willi Jäckle betonte beim symbolischen Spatenstich, dass dieser Ausbau bereits über 20 Jahre auf der Wunschliste des Ortschaftsrates stand. Die Sanierung der Friedhofsmauer konnte mit Unterstützung des Bürgervereins vorgenommen werden.
Mit einem „Fest der Flamme“ wurde die Aufnahme der Gasversorgung in Peterzell symbolisch gefeiert. Eugen Kaltenbach, Badenova-Service-Centerleiter, betonte dabei, dass die Versorgung im ländlichen Raum ausgebaut und dadurch die bereits vorhandene Infrastruktur optimiert wird. Bürgermeister Ullrich bedankte sich bei der Badenova für die Bereitschaft und die Investition, Peterzell künftig ans Erdgasnetz anzuschließen.
Die Stadt Alpirsbach konnte dann noch den SPD-Landes-vorsitzenden Dr. Nils Schmid, MdL, und den neuen Landrat Klaus Michael Rückert sowie den Staatssekretär Hans-Joachim Fuchtel, MdB (CDU) begrüßen. Nils Schmid informierte sich zunächst bei der Firma Saier in Peterzell über ein mittelständisches Unternehmen und danach stand ein Gespräch mit Gemeinderäten über verschiedene Themen der Stadt auf dem Programm.
Landrat Rückert hat in Begleitung von Bürgermeister Ullrich und den Ortsvorstehern eine Rundreise durch die Stadtteile von Alpirsbach unternommen und dabei einzelne stadtteilbezogene Themen besprochen. Um die Bedeutung der Wirtschaft und Industriebetriebe für die Stadt dem Landrat näherzubringen, fand anschließend ein Besuch bei der Firma Mafac statt. Bei dem Gespräch mit den Gemeinderäten im Rathaus wurde über die Finanzen der Stadt diskutiert. Der Landrat zeigte sich beeindruckt von der Stadt Alpirsbach und den Stadtteilen. Natur-, Kultur-, innovative Unternehmen zeichnen die Stadt neben ihrer engagierten Bürgerschaft aus.
Staatssekretär Fuchtel (CDU) kam auf Einladung von Bürgermeister Ullrich zu einem politischen Gespräch nach Alpirsbach. Da Tourismus und Gastronomie auch künftig wichtige Standbeine in Alpirsbach sein sollen, möchte der Staatssekretär diesem Wirtschaftszweig noch mehr Aufmerksamkeit widmen.
Alpirsbach habe vor allem das Potenzial, den Trend nach naturnahen Urlaubsformen zu erfüllen. Bürgermeister Ullrich nannte das Erlebnis historischer Kulturgüter als wichtigen Parameter für den Tourismus in Alpirsbach. Die Städte und Gemeinden seien auf die Hilfe von Bund und Land bei der Schaffung neuer Arbeitsplätze angewiesen. Er erhoffe sich von der Bundesregierung eine stärkere Berücksichtigung der finanziell schwachen Kommunen.

Auf einer Tafel im Schaufenster vom Raum Neuville ist der Rückblick 2010 mit Berichten und Bildern dokumentiert