Sitzungsbericht der Ortschaftsratssitzung
vom 14. Juni 2010

Ortsvorsteher Schwenk konnte zu der Ortschaftsratssitzung neben einem Zuhörer auch den neu eingestellten Technischen Leiter des Stadtbauamtes, Herrn Hauser und den ebenfalls neu eingestellten Bauhofleiter – der jedoch schon einige Monate im Dienst ist – Herrn Schneider begrüßen. Sinn und Zweck der Einladung der beiden Herren in die Sitzung sei, dass man sich persönlich kennen lernt und vorstellt, aber insbesondere auch von Seiten des Ortsvorstehers die örtlichen Gegebenheiten erläutert und die Wünsche und Projekte vorgestellt werden können.
Nach dem Herr Schneider als Alpirsbacher den meisten Mitgliedern des Ortschaftsrates bekannt ist, ging er in seinen kurzen Erläuterungen auf die bisherigen Erfahrungen in seiner neuen Aufgabe als Bauholeiter ein und stellte fest, dass ihn das große Aufgabenfeld fordere – aber es auch Spaß mache mit seinem Bauhofteam für und im Sinne der Stadt tätig zu sein. Er versuche die Aufgaben effektiv und nach festgelegten Prioritäten zu erledigen, unabhängig davon ob es sich um die Kernstadt oder Stadtteile handelt.
Eine große und kostenintensive Aufgabe sei dieses Jahr die Behebung der winterbedingten Straßenschäden; man habe in den letzten Tagen mit der Behebung begonnen und werde die Liste kontinuierlich abarbeiten.
Herr Hauser stellte dann auf Wunsch des Ortschaftsrates seinen beruflichen Werdegang dar und anschließend sprach der Ortsvorsteher die Projekte an, deren Realisierung aus Sicht des Stadtteils Römlinsdorf als wichtig angesehen werden.
Dies sind
- die Quellwasserableitung im Bereich Ahlenbach
- die Erweiterung des Friedhofs
- der Ausbau des Gehwegs und der Straßenbeleuchtung entlang
  der Hochmössingerstraße zwischen Banholzstraße und
  Kniebisweg 
Aber auch kleinere Maßnahmen wie z. B. die Erneuerung der Rollläden und Fenster im Rathaus bzw. der Ortschaftsverwaltung.
Ein ganz wesentlicher Bedarf liege auch in der bereits angesprochenen Straßen- und Feldwegunterhaltung, speziell anzusprechen seien Belagserneuerungen im Verlaufe des Kniebiswegs und in Teilen der Banholzstraße, aber auch die Ausbesserung des Randbereichs im Verlaufe des Lehensträßchens.
Zum Projekt Quellwasserableitung Ahlenbach konnte Herr Hauser berichten, dass er mit diesem Projekt bereits befasst sei und derzeit die Ausschreibung der Maßnahme laufe. Zum Baubeginn könne er noch nichts sagen, dies hänge im Wesentlichen davon ab, welche Firma den Auftrag bekomme.
Ortsvorsteher und Ortschaftsrat bedanken sich bei den beiden Herren für das offene Gespräch und wün-schen sich für die Zukunft eine ehrliche und kooperative Zusammenarbeit.

1. Einsparungsmöglichkeiten auf örtlicher Ebene
Der Ortschaftsrat kam bei einzelnen Punkten zu folgendem Ergebnis:
- die Ortschaftsverwaltung in ihrer jetzigen schlanken Struktur sichert eine gewisse Grundversorgung für die Bürger vor Ort und sollte beibehalten werden, zumal Römlinsdorf von Alpirsbach mit am weitesten entfernt liegt
- eine Nutzung der leerstehenden Räumlichkeiten insbesondere im Dachgeschoss der Ortschaftsver-waltung wäre grundsätzlich denkbar, wobei es jedoch eine mit der Ortschaftsverwaltung verträglichen Nutzung sein sollte
- das nicht mehr benötigte Schlacht- und Feuerwehrgerätehaus
  wurde zwischenzeitlich veräußert
- die Ortschaft verfügt lediglich über einen öffentlichen Spielplatz in
  der Ortsmitte, der erhalten bleiben sollte; eine Öffnung des dem
  Kindergarten direkt angegliederten Spielplatzes wird nicht für
  sinnvoll und zweckmäßig erachtet
- die Mäharbeiten auf örtlicher Ebene im öffentlichen Bereich werden
  von Römlinsdorfern Bürgern im Rahmen einer geringfügigen
  Beschäftigung ausgeführt und zum anderen wird der Friedhof als
  auch der Kinderspielplatz vom Gartenbauverein gepflegt
- Wanderwege gebe es auf örtlicher Ebene sehr wenige – und soweit
  vorhanden sind sie teilweise iden-tisch mit den vorhandenen Feld-
  und Waldwegen; die Räumung im Winter beschränkt sich auf den
  Rundweg über das Grüble zum Lehensträßchen und dies sollte
  auch in Zukunft gewährleistet sein
- die Freizeitanlage Steinbruch wird im wesentlichen in Eigeninitiative
  betrieben
Eine klare Aussage macht der Ortschaftsrat zum Standort des Kindergartens in Römlinsdorf und der Grundschule – Außenstelle Peterzell. Beide Einrichtungen sollten dezentral erhalten bleiben, zumal sie insbesondere auch für die Infrastruktur und der Attraktivität der Stadtteile als Wohnort wichtig seien.

2. Geplante Anlegung eines Kunstrasen-Kleinspielfeld an der
    Grundschule in Peterzell

    - eventuelle gemeinsame Aktion zusammen mit dem
      Ortschaftsrat Peterzell und dem Bürgerverein Peterzell
Der Ortsvorsteher informiert den Ortschaftsrat darüber, dass der Platz zwischen der Grundschule und dem Schuppen Kaupp von den Kindern sehr stark in Anspruch genommen werde, da dort zwei kleinere Tore aufgestellt sind. Nachdem es sich lediglich um eine Rasenfläche handelt, wurde bislang bei schlechtem Wetter der Schmutz über die Schuhe der Kinder in Richtung Schule getragen und insoweit hat man sich überlegt, wie dem Problem begegnet werden kann.
Im vergangenem Herbst hatte man nun die Möglichkeit, im Rahmen einer Sanierungsmaßnahme eines Kunstrasenplatz der Gemeinde Baiersbronn Rasenteile kostenlos zu bekommen und nun wäre es notwendig, den entsprechenden Unterbau in einer ehrenamtlichen Aktion herzustellen und dann den Kunstrasen zu verlegen.
Die Grundschule, der Ortschaftsrat Peterzell als auch der Bürgerverein Peterzell stehen hinter der Maßnahme und da auch die Römlinsdorfer Grundschüler nach Peterzell gehen, waren die Mitglieder des Ortschaftsrates Römlinsdorf demonstrativ bereit, an der Gemeinschaftsaktion mitzuwirken.
Der Ortsvorsteher wird beauftragt, zusammen mit dem Ortsvorsteher von Peterzell, Herrn Jäkle das weitere Vorgehen gegebenenfalls auch zusammen mit der SG abzustimmen.

3. Bericht über den Zustand des Wasserversorgungsnetzes im
   Ortsnetz Römlinsdorf

Vom Wassermeister des städtischen Wasserwerks wurde dem Ortsvorsteher berichtet, dass im Ortsnetz von Römlinsdorf in letzter Zeit immer öfters Rohrbrüche auftreten und es durchaus angebracht wäre, sich über ein Sanierungskonzept Gedanken zu machen. Der Lochfraß im Ortsnetz trete verstärkt auf, wobei dies vermutlich auch auf teilweise unsachgemäße Verlegung der Wasserleitungen zurückzuführen ist.
Die Mitglieder des Ortschaftsrates sind übereinstimmend der Auffassung, dass aufgrund der verstärkt auf-tretenden Störungen gegebenenfalls unter fachlicher Beratung eines Büros ein Sanierungskonzept in ab-sehbarer Zeit erarbeitet werden sollte, das zum einen Prioritäten für gewisse Straßenzüge bzw. Haltungen setzt, zum anderen aber auch einen zeitlichen Horizont zur Durchführung der Sanierungsmaßnahmen vorgibt.
Aus Sicht des Gremiums sei ein solches Sanierungskonzept gegebenenfalls für die Gesamtstadt sicherlich sinnvoll, zumal nach dem Gespräch mit Herrn Wassermeister Heizmann ähnliche Probleme auch in anderen Stadtteilen bzw. in der Kernstadt auftreten.