Eine besondere Ehre für Else Schwenk-Anger

Der Biografie-Wettbewerb „Was für ein Leben“, unterstützt vom Deutschen Historischen Museum, vom Magazin ZEIT und dem „Zukunftsfonds“ der Versicherungsgruppe Generali, ist ein nicht kommerzieller Wettbewerb. Sein Ziel ist, zu zeigen, dass auch das Leben von nicht-prominenten Menschen dokumentierenswert ist.
Da sich Else Schwenk-Anger über zwanzig Jahre hinweg für rumänische Waisen engagiert und dies vor kurzem in einer „Biografie-Skizze“ beschrieben hat, erhielt sie jetzt einen Preis:
In der Kategorie „Engagement“ wurde ihr der erste Preis von einer Jury, bestehend aus Historikern und Biografie-Experten, die 185 eingereichte Lebensbeschreibungen sichteten, zugesprochen.
In dieser Kategorie heißt es ausdrücklich, dass der Film „idealerweise die Motivation, die Stationen und Strukturen des Engagements so anschaulich schildern soll, dass andere daraus lernen können.“ Der Kinderbuchautorin und -verlegerin gelang es,
in der rumänischen Stadt Lipova aus einem einstigen Waisenhaus, das nicht mehr als eine Verwahranstalt war, einen Ort zu schaffen, an dem Waisenkinder heute in zehn Familienhäusern liebevoll von Pflegeeltern betreut werden. Zudem konnten durch ihr Engagement eine Sonderschule, ein Haus für HIV-infizierte Kinder und zwei Arztpraxen in der rumänischen Stadt gegründet werden.
Für Jurymitglied Loring Sittler vom Generali Zukunftsfonds ist sie ein exzellentes Beispiel dafür, „wie man unternehmerischen Erfolg nachhaltig und sozial für Andere einsetzt.“
Der Preis für die Gewinnerin ist nun die dokumentarische Verfilmung ihrer Lebensgeschichte. Die Fernsehjournalistin Angelika Brotzmann war mit einem Filmteam in Alpirsbach-Ehlenbogen, um das Lebenswerk von Else Schwenk-Anger in einem Film zu dokumentieren.
Während des dreitägigen Aufenthaltes in der Klosterstadt wurden auch Aufnahmen von ihrem Elternhaus und von ihren Lebensstationen sowie von Alpirsbach gemacht.
Beim anschließenden Besuch in Rumänien standen die Besichtigungen der Häuser und Einrichtungen, die von der Preisträgerin aufgebaut wurden, sowie Gespräche und Begegnungen mit den Kontaktpersonen, den Pflegeeltern, den ehemaligen Waisenkindern und langjährigen Freunden, auf dem Programm.
Der 45-minütige Dokumentarfilm wird im Oktober im Deutschen Historischen Museum in Berlin uraufgeführt und anschließend archiviert.
Beim SWR-Interview beglückwünschte Tourismus Geschäftsführer Helmut Held Else Schwenk-Anger im Namen der Stadt Alpirsbach zu dieser Auszeichnung, dankte ihr für das große Engagement und wünschte ihr weiterhin viel Kraft und Unterstützung bei ihren ehrenamtlichen Aktivitäten.